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Wie gehen wie mit einer Krise um.
02
Feb

Eine Krise ist oft eine verpasste Chance

Lust auf Zukunft entsteht nicht durch die Bewältigung von Krisen

 

Wir befinden und schon seit längerem im Modus der Krise. Immer wieder werden neue Entwicklungen zu Krisen hochstilisiert. Doch wie entstehen diese Krisen? Was fördert sie und wie können wir sie verhindern. Welche Anforderungen werden an ein Krisenmanagement gestellt. Erste Antworten auf diese Fragen gibt der Zukunftsgestalter Franz-Josef König aus Koblenz.

Überall eine Krise? Finanzkrise, Umweltkrise, Pflegekrise, Bildungskrise, Flüchtlingskrise, Dieselkrise – die Reihe lässt sich sicherlich noch fortführen. Wenn ich darüber nachdenke, habe ich das Gefühl, wir befinden uns im Zustand der Dauerkrise. Unternehmen sehen im Arbeitskräftemangel eine Wachstumskrise auf sich zukommen. Die Brexitkrise steht vor der Tür. Sicherlich werden bald die ersten Stimmen laut, die vor einer Energiekrise warnen, wenn der Ausstieg aus Atom und Kohle als Energielieferanten zusammen treffen.

Krisen zu verhindern kostet wertvolle Zeit

Der Begriff Krise wird heute fast schon inflationär benutzt. Immer wenn sich etwas anders entwickelt, als wir es uns vorgestellt haben und wir nicht sofort eine Alternative finden, benutzen wir diesen Begriff. Als erste Reaktion wird dann alles in die Wege geleitet, um die Krise aufzuhalten oder gar zu verhindern. So verstreicht wertvolle Zeit, um über neue Lösungen nachzudenken. Eine Krise gleicht jedoch einer Lawine. Ist sie erstmal losgetreten, lässt sie sich nicht mehr aufhalten. Doch, wie können wir mit Krisen umgehen?

Krisen kündigen sich an

Krisen kommen nicht aus dem Nichts. Sie kündigen sich an. All die hier genannten Beispiele sind Ergebnisse von Prozessen, die vor längerer Zeit ihren Ursprung hatten. Krisen, die sich aus Prozessen entwickeln sind heimtückisch. Die ersten Vorzeichen werden oft (bewusst) nicht erkannt. Fachleute, Wissenschaftler und andere Experten warnen. Sie werden aber nicht ernst genommen. Populisten bestimmen die öffentlichen Diskussionen und versprechen einfache Lösungen.

Nach einer Krise entsteht etwas Neues

In dieser Zeit nimmt die Krise Fahrt auf und entwickelt eine Eigendynamik. Erst wenn die Situation offensichtlich ist und großer Schaden droht, setzt das Krisenmanagement ein. Dies hat häufig den Charakter eines Reparaturdienstverhaltens. Die wahren Ursachen werden nicht angegangen. Mit Kosmetik entsteht eine erste Beruhigung. Die Finanzkrise ist ein gutes Beispiel dafür. Diese Unterdrückung kann dazu führen, dass Situationen eskalieren und Systeme umkippen und einen anderen Zustand erreichen. Die Insolvenz eines Unternehmens macht dies deutlich. Sie ist das Ergebnis falscher Entscheidungen im Vorfeld. Dieser andere Zustand ist aber nicht der Untergang. Es gibt vorübergehende Schwierigkeiten, bevor sich der neue Zustand wieder stabilisiert. Am Beispiel der Insolvenz heißt das, die Mitarbeiter finden neue Arbeitsplätze, die Lieferanten neue Abnehmer und die Kunden ein anderes Unternehmen, das Gebäude wird einem anderen Zweck zugeführt.

Ein gutes Krisenmanagement verhindert nicht die Krise. Es sorgt dafür, dass diese in halbwegs geordneten Strukturen verläuft und möglichst schnell Raum für das Neue entsteht.
Franz-Josef König
Zukunftsgestalter für Menschen in Unternehmen

Krisen werden von deren Profiteuren aufrecht erhalten

Das Krisen nicht rechtzeitig verhindert werden, hat jedoch auch noch einen anderen Grund. Es gibt immer Profiteure. Unternehmen, Institutionen oder einzelne Personen haben einen Vorteil davon, wenn die Krise möglichst lange anhält. Der Flughafen in Berlin ist ein Beispiel dafür. Die ungewisse Fertigstellung ist das Ergebnis mehrerer Krisen im Vorfeld. Jetzt profitieren viele davon, wenn der derzeitige Modus noch länger anhält. Berater, Juristen, Handwerker, Versicherungen sind über Jahre damit beschäftigt, die Folgen dieser Krise in den Griff zu bekommen. Da wundert es nicht, dass Stimmen laut werden, die einen kompletten Neubau in Erwägung ziehen.

Wie gehen wir mit Krisen um?

Was können wir tun, um Krisen zu verhindern bzw. wie gehen wir mit ihnen um? Wichtig erscheint mir erst einmal zu akzeptieren, dass das Entstehen von Krisen normal ist. Unsere Evolution ist durch die Bewältigung von Krisen voran getrieben worden. Wenn wir das Entstehen von Krisen als deutlichen Hinweis aufnehmen, den Status der jeweiligen Situation zu hinterfragen, haben wir einen ersten wichtigen Schritt getan. Krisen dürfen uns nicht in den Zustand der Angst versetzen. Dann sind wir nicht fähig, neue Perspektiven zu entwickeln und über den Tellerrand hinaus zu denken.

Ein neues Bild von der Zukunft hilft bei der Bewältigung von Krisen

Die Entwicklung eines neuen Zukunftsbildes ist jedoch meines Erachtens wesentlich. Wir müssen uns von unserem alten Zukunftsbild verabschieden und ein neues entwickeln und uns dafür begeistern. Wenn z. B. die Gefahr besteht, dass der Arbeitsplatz durch die Digitalisierung gefährdet ist, heißt es, die eigene Zukunft neu zu denken. Ein Klammern an der Aufgabe oder ein Wechsel des Arbeitgebers in das gleiche Aufgabengebiet ist nicht die Lösung. Hier wird sich die gleiche Situation später auch einstellen.

Resümee

Nehmen Sie das Entstehen von Krisen als normal hin. Sehen Sie erste Hinweise als Signal für Veränderungen. Hören Sie nicht auf die, die schnelle und einfache Lösungen versprechen. Öffnen Sie Ihren Fokus, verändern Sie Ihre Perspektive, suchen Sie nach der Chance, die für Sie persönlich in der Veränderung liegt. Entwickeln Sie ihr neues, persönliches Zukunftsbild.

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