Königsweg Podcast https://www.koenigsweg.de Antworten auf Fragen zur Zukunftsgestaltung Sat, 16 Feb 2019 20:59:15 +0000 https://www.koenigsweg.de/wp-content/uploads/2019/01/Podcast-1021x1024.jpgKönigsweg Podcasthttps://www.koenigsweg.de de-DEPodlove Podcast Publisher v2.7.22 Franz-Josef König episodic Franz-Josef König ist Zukunftsgestalter für Menschen und Untenehmen. In seinen Podcasts geht es rund um das Thema Zukunft und wie wir sie gestalten können. Franz-Josef König mail@koenig-strategie.de Antworten auf Fragen zur Zukunftsgestaltung no no Wenn die Arbeit zur Enttäuschung wird https://www.koenigsweg.de/wenn-die-arbeit-zur-enttaeuschung-wird_02/ Sat, 16 Feb 2019 16:42:49 +0000 podlove-2019-02-16t16:37:57+00:00-7b564202e059a8c 00:00:00 Franz-Josef König Was tun, wenn der Job krank macht? Wenn die Arbeit zur Enttäuschung wird full Mitarbeiter wie Vorgesetze erleben es immer wieder. Ein neuer Mitarbeiter beginnt hochmotiviert und engagiert mit seiner Arbeit und nach einigen Monaten wird er zum Problemfall. Demotiviert, frustriert und mit zunehmenden Ausfällen setzt sich eine Spirale in Gang, die letztendlich im Burnout und der Kündigung endet. Woran liegt das, was sind die Ursachen und was kann man dagegen tun? Was tun, wenn die Arbeit krank macht

5 Tipps, woran Sie den richtigen Arbeitgeber für sich erkennen können

Mitarbeiter wie Vorgesetze erleben es immer wieder. Ein neuer Mitarbeiter beginnt hochmotiviert und engagiert mit seiner Arbeit und nach einigen Monaten wird er zum Problemfall. Demotiviert, frustriert und mit zunehmenden Ausfällen setzt sich eine Spirale in Gang, die letztendlich im Burnout und der Kündigung endet. Woran liegt das, was sind die Ursachen und was kann man dagegen tun?

 

Mit Begeisterung begonnen…

Die junge Frau hatte ihre neue Arbeit vor einem knappen Jahr hochmotiviert und mit viel persönlichem Engagement begonnen. Die Aufgabe im Vertrieb sagte ihr zu, die Stimmung und die Zusammenarbeit im Team waren gut, das Gehalt passte und der Firmenwagen kam wie gerufen. Es ging um die Markteinführung eines neuen Produktes und sie war für eine deutsche Großstadt und deren Einzugsgebiet verantwortlich.

… und mit Burnout geendet.

Doch es dauerte nicht mal ein Jahr und ihr Arzt attestierte ihr Arbeitsunfähigkeit und empfahl einen Wechsel des Arbeitgebers. Starke Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit und körperliche Schwäche hatten sie an den Rand eines Burnouts gebracht. Der hohe Arbeitseinsatz, der Druck und die ständige Erreichbarkeit hatten ihren Tribut gefordert. Nicht eingehaltene Versprechungen und die ständig steigenden Anforderungen hinsichtlich der Vertriebszahlen hatten nach nur 6 Monaten dazu geführt, dass die anfänglich Freude über die neue Herausforderung dem Zweifel über den weiteren Verbleib in der Firma gewichen war.

Woher kommt der zunehmende Druck?

Ein Einzelfall denken Sie. Sicherlich nicht. Die steigende Komplexität, die wir erleben, verdichtet die Arbeit immer mehr. Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitsprozesse beschleunigt diese Entwicklung. Führungskräfte, die damit nicht umgehen können, geben den Druck weiter und am Ende stehen Mitarbeiter, die resignieren oder das Unternehmen verlassen. Insbesondere im Vertrieb steigt der Druck immer mehr, geht es doch darum, in gesättigten Märkten Umsatzzahlen zu steigern. Doch was ist die Lösung? Was kann man machen, wenn man davon betroffen ist?

Was tun bei drohendem Burnout?

Als Mitarbeiter sollten Sie sich zunächst eine kurze Auszeit von ein paar Tage nehmen. Sie brauchen Abstand, um kluge Entscheidungen zu treffen. Fragen Sie sich, warum Sie einmal von Ihrer Arbeit begeistert waren und was sich seit dem geändert hat. Welche der negativen Faktoren können Sie verändern? Müssen Sie wirklich immer erreichbar sein? Ist jedes Meeting wichtig für Sie? Arbeiten Sie wirklich an den Themen, für die Sie bezahlt werden? Was fällt Ihnen besonders schwer und was macht ihnen Freude? Klären Sie, was sich ändern muss, damit Sie wieder gerne zur Arbeit gehen. Entwickeln Sie eine positive Haltung zu Ihren Änderungswünschen. Sie haben ein Recht auf eine Arbeit, bei der Sie als Mensch wertgeschätzt werden.

Hohe Fehlzeiten, eine hohe Fluktuation und überdurchschnittlich viele Krankheitstage bei den Mitarbeitern sind ein klares Signal für einen Mangel in der Führung.
Franz-Josef König
Zukunftsgestalter für Menschen in Unternehmen

Ein klärendes Gespräch mit Vorgesetzten kann helfen

Führen Sie ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten und erklären Sie ihm Ihre Situation. Verdeutlichen Sie, was Ihnen wichtig ist und was Sie unbedingt ändern möchten. Seien Sie klar bei der Formulierung Ihrer Wünsche und kompromissbereit, wenn es um deren Erfüllung geht. Treffen Sie konkrete Vereinbarungen, zu den Ergebnissen und bestätigen Sie diese ggf. mit einer Mail. Sollten Sie jedoch den Eindruck gewinnen, dass sich nichts ändern wird oder dass Ihre Wünsche auf taube Ohren stoßen, ist ein Stellenwechsel unausweichlich.

Burnout bei Mitarbeitern verpflichtet zur Reflektion bei deren Vorgesetzten

Als Vorgesetzter sollten Sie Ihrem Mitarbeiter zunächst einmal zuhören. Fragen Sie nach und versetzen Sie sich in seine Situation. Was bedeutet Ihnen der Mitarbeiter? Können Sie seine Wünsche nachvollziehen? Welchen Eindruck macht er auf Sie? Welche Veränderungen haben Sie bei ihm in letzter Zeit festgestellt? Haben Sie Ihre Funktion als Vorgesetzter ihm gegenüber angemessen wahrgenommen? Sehen Sie in den Wünschen des Mitarbeiters nicht das Problem, sondern die Lösung für Probleme, die Sie möglicherweise bisher noch nicht wahrgenommen haben.

Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die ihre Arbeit mit Freude machen

Hören Sie sich seine Wünsche an und versprechen Sie, sich darum zu kümmern. Oft ist es hilfreich, ein zweites Gespräch zu vereinbaren, das Ihnen Zeit gibt zu überlegen, wie es zu dieser Situation gekommen ist und was Sie persönlich jetzt verändern können. Versprechen Sie dem Mitarbeiter nur das, was Sie auch wirklich einhalten können. Weitere Enttäuschungen wird er sicherlich nicht mehr akzeptieren. Denken Sie daran, wie wichtig zufriedene Mitarbeiter, die ihre Arbeit mit Freude machen für Ihr Unternehmen sind. Es ist Ihre Aufgabe als Vorgesetzter, sich darum zu kümmern.

Ein Wechsel innerhalb des Unternehmens kann eine Lösung sein

Stellen Sie jedoch fest, dass sich die Wünsche des Mitarbeiters auch nicht ansatzweise realisieren lassen, überlegen Sie, wie er zu diesen Forderungen gekommen ist. Hat er ein falsches Bild von seinem Arbeitsplatz. Kann er dort seine Stärken nicht einsetzen. Bevor Sie jetzt überlegen, sich von ihm zu trennen, prüfen Sie, ob es nicht eine andere Aufgabe gibt, die er in ihrem Unternehmen übernehmen kann.

Wie finde ich den richtigen Arbeitgeber für mich?

5 Tipps von dem Zukunftsgestalter und Coach Franz-Josef König aus Koblenz

Wertschätzender Umgang

Vergegenwärtigen Sie sich, wie mit Ihnen umgegangen worden ist – vom Erstkontakt mit zum Abschluss des Bewerbungsverfahrens. Begegnete man ihnen freundlich und wertschätzend? Hatten Sie das Gefühl, dass Sie respektiert wurden und man auf Sie eingegangen ist? Wie war die Reaktion auf Ihre Fragen?

Positive Atmosphäre

Besuchen Sie das Unternehmen, sofern dies möglich ist und lassen Sie es auf sich wirken. Was beobachten Sie? Wie ist der Umgang mit Kunden und mit Mitarbeitern? Wie werden die Leistungen angeboten? Nehmen die Mitarbeiter des Unternehmens die Kunden ernst und begegnen sie ihnen mit Wertschätzung. Können Sie sich vorstellen, dass Sie sich in dieser Atmosphäre wohl fühlen?

Freude bei der Arbeit

Vereinbaren Sie einen Infotag für sich in dem Unternehmen. Lassen Sie sich einen Tag Zeit, um zu prüfen, wie das Klima vor Ort ist. Wie sieht ihr zukünftiger Arbeitsplatz aus? Wie gehen die Menschen miteinander um und welchen Eindruck hinterlassen sie bei Ihnen? Wirken sie zufrieden und engagiert oder stellen Sie Druck und Hektik fest? Werden Pausen eingehalten? Wie geht man mit Ihnen an diesem Tag um? Werden Sie gut betreut oder ist man überrascht über Ihren Besuch?

Klären, was wirklich wichtig ist

Suchen Sie immer nach Alternativen. Sie sollen mehrere Angebote prüfen und abwägen. Das frühzeitige Festlegen, ohne die Möglichkeit aus Alternativen auswählen zu können, führt schnell zu Fehlentscheidungen. Vergleichen Sie alles Neue auch mit dem, was Sie jetzt haben. Erstellen Sie sich eine Aufstellung mit den Kriterien, die für Sie unverzichtbar, verhandelbar und wünschenswert sind. Vergleichen Sie die Angebote unter Berücksichtigung dieser Kriterien miteinander.

Entscheiden mit Verstand

Treffen Sie Ihre Entscheidung mit Verstand. Oft entscheiden wir uns rein emotional. Bei der Entscheidung sollten Sie natürlich auch auf Ihre „innere Stimme“ hören. Aber das allein reicht nicht aus. Prüfen Sie mit Ihrem Verstand und möglichst rational, ob die neue Aufgabe die richtige ist. Sprechen Sie mit Menschen, die Sie kennen und von denen Sie ein kritisches Urteil zu Ihrer Auswahl erwarten können.

 


Franz-Josef König ist Zukunftsgestalter für Menschen in Unternehmen mit Sitz in Koblenz. Er begleitet Menschen und Teams in kritischen Siutationen und Veränderungsprozessen. Als Coach kennt er sich mit Problemstellungen rund um das Thema Arbeit aus.

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Eine Krise ist eine verpasste Chance https://www.koenigsweg.de/eine-krise-ist-eine-verpasste-chance/ Sat, 02 Feb 2019 15:14:23 +0000 podlove-2019-02-02t15:00:12+00:00-cdec5a5f5c7c71f 00:06:27 Franz-Josef König Lust auf Zukunft entsteht nicht durch die Bewältigung von Krisen full Wir befinden und schon seit längerem im Krisenmodus. Immer wieder werden neue Entwicklungen zu Krisen hochstilisiert. Doch wie entstehen diese Krisen? Was fördert sie und wie können wir sie verhindern. Welche Anforderungen werden an ein Krisenmanagement gestellt. Erste Antworten auf diese Fragen gibt der Zukunftsgestalter Franz-Josef König aus Koblenz. Lust auf Zukunft entsteht nicht durch die Bewältigung von Krisen

Überall eine Krise? Finanzkrise, Umweltkrise, Pflegekrise, Bildungskrise, Flüchtlingskrise, Dieselkrise – die Reihe lässt sich sicherlich noch fortführen. Wenn ich darüber nachdenke, habe ich das Gefühl, wir befinden uns im Zustand der Dauerkrise. Unternehmen sehen im Arbeitskräftemangel eine Wachstumskrise auf sich zukommen. Die Brexitkrise steht vor der Tür. Sicherlich werden bald die ersten Stimmen laut, die vor einer Energiekrise warnen, wenn der Ausstieg aus Atom und Kohle als Energielieferanten zusammen treffen.

Krisen zu verhindern kostet wertvolle Zeit

Der Begriff Krise wird heute fast schon inflationär benutzt. Immer wenn sich etwas anders entwickelt, als wir es uns vorgestellt haben und wir nicht sofort eine Alternative finden, benutzen wir diesen Begriff. Als erste Reaktion wird dann alles in die Wege geleitet, um die Krise aufzuhalten oder gar zu verhindern. So verstreicht wertvolle Zeit, um über neue Lösungen nachzudenken. Eine Krise gleicht jedoch einer Lawine. Ist sie erstmal losgetreten, lässt sie sich nicht mehr aufhalten. Doch, wie können wir mit Krisen umgehen?

Krisen kündigen sich an

Krisen kommen nicht aus dem Nichts. Sie kündigen sich an. All die hier genannten Beispiele sind Ergebnisse von Prozessen, die vor längerer Zeit ihren Ursprung hatten. Krisen, die sich aus Prozessen entwickeln sind heimtückisch. Die ersten Vorzeichen werden oft (bewusst) nicht erkannt. Fachleute, Wissenschaftler und andere Experten warnen. Sie werden aber nicht ernst genommen. Populisten bestimmen die öffentlichen Diskussionen und versprechen einfache Lösungen.

Nach einer Krise entsteht etwas Neues

In dieser Zeit nimmt die Krise Fahrt auf und entwickelt eine Eigendynamik. Erst wenn die Situation offensichtlich ist und großer Schaden droht, setzt das Krisenmanagement ein. Dies hat häufig den Charakter eines Reparaturdienstverhaltens. Die wahren Ursachen werden nicht angegangen. Mit Kosmetik entsteht eine erste Beruhigung. Die Finanzkrise ist ein gutes Beispiel dafür. Diese Unterdrückung kann dazu führen, dass Situationen eskalieren und Systeme umkippen und einen anderen Zustand erreichen. Die Insolvenz eines Unternehmens macht dies deutlich. Sie ist das Ergebnis falscher Entscheidungen im Vorfeld. Dieser andere Zustand ist aber nicht der Untergang. Es gibt vorübergehende Schwierigkeiten, bevor sich der neue Zustand wieder stabilisiert. Am Beispiel der Insolvenz heißt das, die Mitarbeiter finden neue Arbeitsplätze, die Lieferanten neue Abnehmer und die Kunden ein anderes Unternehmen, das Gebäude wird einem anderen Zweck zugeführt.

Ein gutes Krisenmanagement verhindert nicht die Krise. Es sorgt dafür, dass diese in halbwegs geordneten Strukturen verläuft und möglichst schnell Raum für das Neue entsteht.
Franz-Josef König
Zukunftsgestalter für Menschen in Unternehmen

Krisen werden von deren Profiteuren aufrecht erhalten

Das Krisen nicht rechtzeitig verhindert werden, hat jedoch auch noch einen anderen Grund. Es gibt immer Profiteure. Unternehmen, Institutionen oder einzelne Personen haben einen Vorteil davon, wenn die Krise möglichst lange anhält. Der Flughafen in Berlin ist ein Beispiel dafür. Die ungewisse Fertigstellung ist das Ergebnis mehrerer Krisen im Vorfeld. Jetzt profitieren viele davon, wenn der derzeitige Modus noch länger anhält. Berater, Juristen, Handwerker, Versicherungen sind über Jahre damit beschäftigt, die Folgen dieser Krise in den Griff zu bekommen. Da wundert es nicht, dass Stimmen laut werden, die einen kompletten Neubau in Erwägung ziehen.

Wie gehen wir mit Krisen um?

Was können wir tun, um Krisen zu verhindern bzw. wie gehen wir mit ihnen um? Wichtig erscheint mir erst einmal zu akzeptieren, dass das Entstehen von Krisen normal ist. Unsere Evolution ist durch die Bewältigung von Krisen voran getrieben worden. Wenn wir das Entstehen von Krisen als deutlichen Hinweis aufnehmen, den Status der jeweiligen Situation zu hinterfragen, haben wir einen ersten wichtigen Schritt getan. Krisen dürfen uns nicht in den Zustand der Angst versetzen. Dann sind wir nicht fähig, neue Perspektiven zu entwickeln und über den Tellerrand hinaus zu denken.

Ein neues Bild von der Zukunft hilft bei der Bewältigung von Krisen

Die Entwicklung eines neuen Zukunftsbildes ist jedoch meines Erachtens wesentlich. Wir müssen uns von unserem alten Zukunftsbild verabschieden und ein neues entwickeln und uns dafür begeistern. Wenn z. B. die Gefahr besteht, dass der Arbeitsplatz durch die Digitalisierung gefährdet ist, heißt es, die eigene Zukunft neu zu denken. Ein Klammern an der Aufgabe oder ein Wechsel des Arbeitgebers in das gleiche Aufgabengebiet ist nicht die Lösung. Hier wird sich die gleiche Situation später auch einstellen.

Resümee

Nehmen Sie das Entstehen von Krisen als normal hin. Sehen Sie erste Hinweise als Signal für Veränderungen. Hören Sie nicht auf die, die schnelle und einfache Lösungen versprechen. Öffnen Sie Ihren Fokus, verändern Sie Ihre Perspektive, suchen Sie nach der Chance, die für Sie persönlich in der Veränderung liegt. Entwickeln Sie ihr neues, persönliches Zukunftsbild.

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Wie erstelle ich einen Aktions- und Prioritätenplan? https://www.koenigsweg.de/wie-erstelle-ich-einen-aktions-und-prioritaetenplan/ Tue, 22 Jan 2019 11:37:54 +0000 podlove-2019-01-22t11:23:29+00:00-6d7aff8829a9a98 00:00:00 Franz-Josef König MIt guter Planung schneller zum Ziel. Hier erhalten Sie Tipps für eine gute Arbeitsorganisation. full Planungszeit verdoppeln, Realisierungszeit halbieren. Der Grundsatz aus der Arbeitsorganisation gilt nach wie vor. Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie Ihre Aufgaben effektiv planen können. Arbeitsorganisation: Wie erstelle ich einen Aktions- und Prioritätenplan?

Eine gute Arbeitsorganisation mach die Arbeit leichter. Ich habe keine Zeit! Wie oft hören wir diesen Satz am Tag. Wenn Sie in der Situation sind, mehr Arbeit als Zeit zu haben, kann eine gute Planung helfen. Planung benötigt jedoch auch Zeit, die Sie später aber wieder aufholen durch klare Prioritäten, Vermeidung von Nebensächlichkeiten und weniger Fehlern.

Vorgehensweise bei der Erstellung eines Plans für die Arbeitsorganisation

  1. Erstellung einer Übersicht mit allen Aktionen
  2. Festlegung des Erledigungstermins
  3. Bewertung der Aktion mit der Klärung folgender Fragen:
  • Benötige ich die Zuarbeit von einem anderen, um die Aufgabe zu lösen?
  • Benötigt jemand anderes das Ergebnis meiner Aufgabe?
  • Wieviel Zeit benötige ich insgesamt für die Erledigung?
  • Kann ich die Aufgabe in einem Schritt erledigen oder benötige ich mehrere Schritte dazu?
  1. Festlegung von Zeitfenstern pro Woche oder Monat, die Sie für die Erledigung der Aufgaben nutzen können. Dabei sollten Sie störungsfrei arbeiten können.

 

Die Priorisierung innerhalb der Arbeitsorganisation erfolgt dann nach folgenden Kriterien:

  1. Beginnen Sie mit der Planung der Aufgaben, für die Sie Unterstützung/Zuarbeit von anderen benötigen, die mehr Zeit benötigen und deren Erledigungstermin dringend ist. Wichtig ist hier, Termine und Absprachen mit den Beteiligten abzusprechen.
  2. Planen Sie dann die umfangreicheren Aufgaben, für die Sie mehrere Schritte benötigen und erstellen Sie dazu einen Zeitplan.
  3. Zum Schluss planen Sie die Aufgaben, die Sie allein erledigen können.

 

Hinweise zur Planung

  1. Planen Sie Ihre Termine aus der Zukunft heraus, also rückwärts vom Erledigungstermin. Wenn also etwas in 4 Wochen fertig sein muss, Sie ca. 4 Stunden dafür benötigen, 2 Stunden pro Woche Zeit haben und einen Puffer von einer Woche einplanen, müssen Sie in einer Woche mit der Erledigung beginnen.
  2. Planen Sie Zwischenziele für jedes Monatsende – Welche Aufgaben wollen Sie bis zum jeweiligen Monatsende erledigt haben?
  3. Denken Sie daran, sich auch Zeit für Puffer und Unerwartetes einzuplanen. Ich empfehle mit 30 % zu beginnen. Das heißt, wenn Sie insgesamt 10 Stunden benötigen, reservieren Sie sich in ihrem Zeitplan 13 Stunden.
  4. Als Unterlage für die Planung können Sie die Liste der offenen Posten (LOP) aus dem SERQUA® System nutzen.
  5. Tragen Sie sich Ihre Planungszeiten als feste Termine in ihren Kalender ein, wie ein Meeting oder einen Gesprächstermin.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Arbeitsorganisation.

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Achtsam führen – mit Achtung und Respekt https://www.koenigsweg.de/achtsam-fuehren-mit-achtung-und-respekt/ Sat, 19 Jan 2019 18:08:52 +0000 podlove-2019-01-19t18:06:27+00:00-9d9a2b5a0f9ba2f 00:00:00 Franz-Josef König Ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit in Unternehmen full Achtsam führen begründet sich zunächst einmal in der Haltung, die wir uns selbst und anderen entgegen bringen. Durch Innehalten, Selbstreflektion und echtes Interesse am Gegenüber können wir Achtsamkeit entwickeln. So entstehen neue Ansätze in der Führung unserer Unternehmen. Ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit in Unternehmen

Achtsam führen begründet sich zunächst einmal in der Haltung, die wir uns selbst und anderen entgegen bringen. Durch Innehalten, Selbstreflektion und echtes Interesse am Gegenüber können wir Achtsamkeit entwickeln. So entstehen neue Ansätze in der Führung unserer Unternehmen.

Im Alltag vieler Unternehmerinnen und Unternehmer nimmt Schnelligkeit, Hektik und Entscheidungsdruck rapide zu. Dies verhindert oft, Aufgabenstellungen mit Weitblick zu lösen, Zukunftskonzepte zu entwickeln und den wahren Ursachen von Problemen auf den Grund zu gehen. Reagieren statt agieren ist die Konsequenz. Unternehmer fühlen sich nicht mehr als Gestalter der Zukunft ihres Unternehmens, sondern als Getriebene. Achtsam führen hat für sie keine Bedeutung mehr.

Der Mangel an Achtsamkeit führt zu einem Mangel an Respekt

Der Mangel an Achtsamkeit in Unternehmen führt zu einem Verlust an Respekt und Achtung gegenüber anderen. Mitarbeiter, Geschäftspartner und Lieferanten werden nur noch als Glied in einer Wertschöpfungskette und nicht mehr als Mitmenschen gesehen.

Ich bin der festen Überzeugen, dass wir mit mehr Achtsamkeit gegenüber uns selbst, dem Anderen und der Umwelt die meisten der uns aktuell beschäftigenden Probleme lösen können.
Franz-Josef König
Zukunftsgestalter für Menschen in Unternehmen

Achtsam führen bedeutet echtes Interesse für den Anderen

Achtsamkeit beginnt damit, dass wir aufmerksam zuhören und beginnen, den Anderen als Mensch zu sehen. „Aufmerksam zuhören“ klingt sehr einfach, doch viele Menschen sind dazu mittlerweile nicht mehr in der Lage. Sie reden lieber von sich selbst. Achtsam führen bedeutet dem Gegenüber wohlwollend und zugewandt zu begegnen. Dazu gehört auch, sich wirklich für ihn und das, was er sagt, zu interessieren und sich selbst, seine eigenen spontanen Gefühlsreaktionen, Meinungen und Vorurteile zurückzustellen.

Achtsam führen bedeutet sinnvoll zu führen

Achtsam führen heißt auch, „anwesend“ sein. Dies gilt insbesondere für Routineaufgaben, also gewohnheitsmäßige Handlungen. Im weiteren Sinne können wir dazu die regelmäßigen Meetings, das Erstellen von Reports, das Verfassen von E-Mails und das Posten von Nachrichten in den sozialen Medien zählen. Oft stelle ich in Unternehmen fest, dass Handlungen dieser Art ohne Sinn, als reines Ritual vollzogen werden, statt beendet, wiederbelebt und aufgefrischt zu werden. Achtsam führen bedeutet somit auch, sich den Sinn einer Gewohnheit zu vergegenwärtigen und ihn wachzuhalten. Alles, was wirklich wichtig ist, verdient achtsam vollzogen zu werden.

Was ist wirklich wichtig?

Es ist jedoch erstaunlich, wie wenig Zeit wir auf die Klärung wesentlicher Zukunftsfragen verwenden.Im Verhältnis zu anderen Beschäftigungen, etwa der Lösung alltäglicher Probleme besteht ein Defizit. Obgleich es das wesentliche Ziel all unserer Bemühungen ist, das Unternehmen sicher in die Zukunft zu führen, kümmern wir uns auffällig wenig um das, was die Grundlage für die Zukunft des Unternehmens darstellt: die Klärung der Frage nach dessen Sinn: Warum gibt es uns als Unternehmen, was ist der Sinn unseres Handelns?

Achtsamkeit entsteht aus unserer inneren Haltung

Achtsam führen bedeutet letztendlich, auf etwas zu achten und Achtsamkeit, Achtung vor sich selbst, den Mitarbeitern und Geschäftspartner und generell vor anderen Menschen zu haben. Es heißt auch Respekt und Verständnis zeigen, etwas oder jemanden wichtig zu nehmen, Ehrfurcht und Demut – all das hängt miteinander zusammen. Achtsam führen bezeichnet unsere innere Haltung, die das Andere oder die Anderen als das gelten und sein lassen, was sie sind – in ihrer ganzen Eigen- und Andersartigkeit. In der Selbstreflexion über unsere Art zu führen werden wir letztendlich uns selbst zu einem Gegenüber. Dieses Gegenüber, das wir selbst sind, verlangt von uns dieselbe Achtung, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Sorge, Pflege und Förderung.

Unterbrechen Sie die Spirale der Unachtsamkeit

Durch Momente des Innehaltens und der Meditation können Sie die Spirale der Unachtsamkeit unterbrechen. Sie erleben, wie sie mit Ruhe und Phasen der Stille zu anderen Entscheidungen kommen. Mit Abstand vom Alltag und zum „Kopfkino“ werden Sie sich besser über ihre aktuelle Situation im Klaren. Mit Achtsamkeit schaffen Sie einen bewussten Abstand zu gewohnten und übereilten Emotions-, Gedanken- und Reaktionsmustern. Mithilfe von Meditation reduzieren Sie Stress und Druck und eröffnen sich neue Freiräume für andere Ansätze in der Führung Ihres Unternehmens.


Franz-Josef König integriert in sein Coaching, seine Workshops und Seminare Zeiten der Stille und der Meditation. Die Teilnehmenden erleben auf diese Weise die besondere Wirkung des Innehaltens und der Achtsamkeit.

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POD010-Klänge führen in die Stille https://www.koenigsweg.de/pod010-klaenge-fuehren-in-die-stille/ Mon, 07 Jan 2019 15:58:14 +0000 podlove-2019-01-07t15:46:53+00:00-34e88e440fa389e 00:03:10 Franz-Josef König In der Stille entdecken wir die Kraft der Intution. full Klang kann heilen. Jede Energie ist Schwingung. Wo Schwingungen sind, sind auch Töne, ob wir sie nun hören können oder nicht. Über- oder Unterforderung im Beruf, Stress, Sorgen, nicht zu bewältigende Probleme können zu Blockaden im Körper führen. Seine natürliche Schwingung gerät aus dem Takt. Wir spüren dies durch Unbeweglichkeit in Gelenken, Verspannungen oder Muskelverhärtungen, die uns Schmerzen bereiten.

Franz-Josef König beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Klängen. Er integriert das Spielen seiner Gongs in seine Workshops und begleitet mit seinen Klängen die Teilnehmenden in die Stille.

Im Gegensatz zur Musik bestehen Klänge aus einzelnen Tönen, die nicht durch Melodie, Harmonie oder Rhythmus moduliert werden.

Um die Bedeutung von Klang zu verstehen, ist es wichtig zur wissen, was Schall ist. Schall ist eine Welle, die sich als bewegte Luft ausbreitet. Die Luft nimmt die Schwingungen eines Objektes oder Körpers auf und übermittelt sie an unser Trommelfell. Von dort gelangen sie über Umwandlungen in elektrische Impulse in unser Gehirn.

Wir messen Schallwellen in Schwingungen pro Sekunde – die Maßeinheit heißt Hertz (Hz). Die in Hertz gemessene Anzahl der Schwingungen wird als Frequenz eines Tons bezeichnet. Langsame Wellen erzeugen tiefe Basstöne, schnelle hohe Soprantöne. Menschen können Töne zwischen etwa 16 und 16.000 Hertz hören. Die Hörfähigkeit verändert sich im Verlauf des Lebens.

Resonanz ist die natürliche Schwingung eines Objektes, also die Frequenz, in der es schwingt. Liegt sie in unserem Hörbereich, können wir sie hören – ansonsten nicht. Verschiedene Schwingungen können über die Resonanz miteinander in Wechselwirkung treten und sich so harmonisieren.

Klang übersteigt das Frequenzspektrum unseres Hörbereiches erheblich. Wale z. B. übertreffen unseren Hörbereich fast um das zehnfache. Die meisten Klänge, denen wir ausgesetzt sind, können wir folglich nicht hören, wir nehmen sie aber wahr.

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POD009-Sind Visionäre gefährlich? https://www.koenigsweg.de/pod009-sind-visionaere-gefaehrlich/ Mon, 07 Jan 2019 15:42:55 +0000 podlove-2019-01-07t15:36:11+00:00-c5d7807f58e28a8 00:05:28 Franz-Josef König und was wir dagegen tun können, dass sie es nicht werden. full Visionäre können auch gefährlich sein, insbesondere dann, wenn sie mit viel Macht ausgestattet sind und kein Gegenüber haben, das sie kontrolliert. Dennoch sind sie für uns unverzichtbar, da sie uns Wege und Ziele aufzeigen, deren Erreichen wir für unmöglich erachten.

und was wir tun können, damit sie es nicht werden.

Visionäre können auch gefährlich sein, insbesondere dann, wenn sie mit viel Macht ausgestattet sind und kein Gegenüber haben, das sie kontrolliert. Dennoch sind sie für uns unverzichtbar, da sie uns Wege und Ziele aufzeigen, deren Erreichen wir für unmöglich erachten.

Die nur positive Betrachtung von Visionären ist zu einseitig

Der Begriff Visionär ist zunächst einmal positiv besetzt. Sofort fallen mir Namen ein wie Steve Jobs, Einstein, da Vinci oder Seneca. Helmut Kohl war sicherlich ein Visionär hinsichtlich seiner Vorstellung von einem vereinigten Europa. Was macht solche Menschen also gefährlich, werden Sie sich fragen. Was ist aber z. B. mit Donald Trump? Ist er nicht auch ein Visionär? Mit seinen Tweets auf Twitter hält er die Welt in Atem. Was ist mit dem Tesla Chef Elon Musk? Er wird als einer der Visionäre des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Doch erst vor Kurzem wurde er von der US-Börsenaufsicht wegen Betrugs verklagt. Er hatte über Twitter eine Falschmeldung hinsichtlich eines geplanten Rückzugs von der Börse verbreitet. Ich denke, auch viele Kriegstreiber sind auf ihre Art Visionäre, die ihre Vorstellungen von einer Zukunft ohne Rücksicht auf andere umsetzen.

Müssen Visionäre überwacht werden?

Zukunftsgestaltung setzt immer voraus, die Gegenwart infrage zu stellen. Ein Visionär träumt nicht nur von einer anderen Zukunft, er versucht auch unermüdlich sie zu erreichen. Er lässt sich nicht aufhalten. Visionäre müssen, so meine ich, politisch, ökologisch, wirtschaftlich und moralisch überwacht werden, insbesondere wenn sie narzisstisch geprägt sind.

Visionäre denken oft fokussiert und blenden die Folgen der Umsetzung ihrer Vision aus. Das macht sie anfangs zu Helden, bis sie die Realität dann entzaubert. Die Entwicklung der Atomenergie im letzten Jahrhundert ist ein gutes Beispiel dafür. Anfangs wurden ihre Erfinder als die großen Entdecker bezeichnet, die die Energieprobleme der Zukunft gelöst haben. Jetzt müssen sich unzählige Generationen nach uns mit den gefährlichen Folgen beschäftigen.

Visionäre sind unverzichtbar

Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass Visionäre für uns unverzichtbar sind. Sie überwinden Grenzen, brechen Tabus, stellen Vieles in Frage, sind Querdenker und setzen sich Ziele, die für andere unerreichbar sind. Wichtig ist, dass sie in ein Team eingebunden sind und die Menschen in ihrem Umfeld mitnehmen. Geduld ist nicht die Stärke eines Visionärs, im Umgang mit seinen Mitmenschen ist sie jedoch wichtig. Visionäre müssen reflektieren können und bereit sein, sich und ihr Verhalten in Frage zu stellen. Auch eine Vision kann sich als falsch herausstellen. Sie muss aufgegeben werden, wenn andere unter ihrer Verwirklichung leiden. Wenn z. B. in China ein riesiger Staudamm gebaut wird und damit viel Leid bei den Menschen und eine unvorstellbare Zerstörung der Umwelt einher gehen, ist eine solche Vision für mich sehr fraglich.

Mein Apell an die Visionäre

Somit appelliere ich zum einen an die Visionäre. Nehmen Sie die Menschen mit. Verfallen Sie nicht der Gier und dem Narzissmus, sondern bleiben sie ein Menschenfreund. Prüfen Sie ihre Vision: Was tun Sie an Gutem damit? Kommunizieren Sie offen und legen Sie Ihre Pläne dar. Behandeln Sie die Menschen, die sich ihnen in den Weg stellen mit Respekt, auch wenn Sie sie nicht überzeugen können.

Mein Apell an diejenigen, die einem Visionär folgen

An diejenigen, die einem Visionär folgen, appelliere ich jedoch auch. Bleiben Sie kritisch und lassen Sie sich nicht zu sehr von einer charismatischen Persönlichkeit beeindrucken. Bleiben Sie sich selbst treu. Wenn Sie von der Vision überzeugt sind, unterstützen Sie das Vorhaben, machen Sie auf die Folgen aufmerksam und korrigieren Sie dort, wo es Ihnen nötig erscheint. Visionäre erscheinen uns oft groß und übermächtig. Sie sind Menschen mit einem besonderen Talent, wie es auch viele andere mit besonderen Talenten gibt. Stärken Sie den Visionär, wenn er in einer Krise steckt und bremsen Sie ihn, wenn er zu überdrehen droht. Wenn Sie einen ausgeprägten Narzissmus erkennen gibt es für mich jedoch nur einen Rat: Verabschieden Sie sich, bevor Sie selbst Schaden nehmen.

 

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POD008-Unternehmensfuehrung https://www.koenigsweg.de/pod008-unternehmensfuehrung/ Sat, 05 Jan 2019 16:26:07 +0000 podlove-2019-01-05t16:19:08+00:00-46a7b0059b8d53d 00:08:32 Franz-Josef König Unternehmensführung orientiert sich an Werten full Unternehmensführung braucht einen Wandel. Die Wachstumsökonomie erreicht ihr Ende. Die alten Führungsinstrumente funktionieren nicht mehr. Komplexität, Vielfalt und Eigendynamik sind die Herausforderungen für Zukunftsgestalter. Aus dieser Perspektive stellt sich der Fachkräftemangel für mich als ein Mythos dar. Je eher wir uns von dieser Sichtweise verabschieden, destor früher stoßen wir auf die wirklichen Ursachen und können uns anpassen.

Zukunftsorientierte Unternehmensführung orientiert sich an Werten

Warum der Arbeitskräftemangel ein Mythos ist

Unternehmensführung braucht einen Wandel. Die Wachstumsökonomie erreicht ihr Ende. Die alten Führungsinstrumente funktionieren nicht mehr. Komplexität, Vielfalt und Eigendynamik sind die Herausforderungen für Zukunftsgestalter. Aus dieser Perspektive stellt sich der Fachkräftemangel für mich als ein Mythos dar. Je eher wir uns von dieser Sichtweise verabschieden, destor früher stoßen wir auf die wirklichen Ursachen und können uns anpassen.

In der Unternehmens- und Arbeitswelt entwickelt sich meines Erachtens eine steigende Komplexität. Das bedeutet, dass immer mehr Aufgaben immer schneller unter sich immer öfter verändernden Bedingungen bei mangelnder Prognosefähigkeit erledigt werden müssen. Unternehmensführung und die Führung von Mitarbeitern stellt in diesem Umfeld Unternehmerinnen und Unternehmer vor andere/neue Herausforderung. Die gewohnten Instrumente zur Unternehmensführung funktionieren nicht mehr:

  • Budgets verlieren immer schneller ihre Aktualität
  • Stellenbeschreibungen passen nicht mehr zu Bewerbern
  • Zielplanungen werden über den Haufen geschmissen
  • Arbeitsanweisungen verlieren ihren Bezug zur Realität
  • Organigramme verhindern Flexibilität und Spontanität
  • Zeiterfassung schränkt ein
  • Beurteilungsgespräche verhindern einen Austausch auf Augenhöhe
  • Gehaltstarife orientieren sich nicht am Engagement

Was ist zu tun?

Lassen Sie mich dies am Thema Komplexität erläutern. Vielfach werden in der Unternehmensführung Methoden zur Vereinfachung angeboten, um der immer komplexer werdenden Welt zu entfliehen. So werden wichtige Tatbestände einfach ausgeblendet. Die Diskussion über die Elektromobilität verdeutlicht dies. Das E-Auto wird favorisiert, ohne zu überlegen, welche Folgen eine zunehmenden Dichte an solchen Fahrzeugen mit sich bringen würde.

Wir müssen auch in der Unternehmensführung komplexer statt einfacher werden

Meines Erachtens gibt es für den Umgang mit Komplexität nur eine Möglichkeit: Wir müssen ebenfalls komplex werden und die Vielfalt im Unternehmen erhöhen. Einfachheit führt zu Standardisierung und zu Monokulturen. Die sind anfällig und letztendlich kostenintensiv und zwar nicht nur in der Natur, sondern auch in Unternehmen. Gleichdenkende Mitarbeiter, festgefahrene Strukturen, zertifizierte Qualitätsstandards und jährliche Wiederholungsrituale schaffen Monokulturen, die zwar leicht für die Unternehmensführung sind, deren Überlebensfähigkeit jedoch stark gefährdet ist.

Es geht also nicht mehr darum, Mitarbeiter nach Stellenbeschreibungen einzustellen, sondern nach Potenzialen und Talenten zu suchen. Der Mitarbeiter wird nicht einer Stelle angepasst, sondern die Stelle wird auf den Mitarbeiter zugeschnitten. Das Unternehmen entwickelt sich um den Mitarbeiter herum. Zeugnisse, Lebensläufe verlieren an Bedeutung. Persönlichkeiten, unabhängig von ihrer Biografie werden gebraucht.

Um Vielfalt im Unternehmen zu erreichen, brauchen wir Mitarbeiter unterschiedlicher Generationen, unterschiedlicher Kulturen, mit unterschiedlichen Einstellungen, unterschiedlichen Charakteren und unterschiedlichen familiären Hintergründen. Es geht weniger um die Eignung des einzelnen, sondern um die Steigerung der Kompetenzen eines Teams.

Diversität führt zu Eigendynamik und verändert die Unternehmensführung

Diese Diversität führt jedoch zu einer Eigendynamik, die nicht mehr mit den klassischen Führungsinstrumenten in den Griff zu bekommen ist. Sie ist einerseits notwendig, um zukunftsfähige Unternehmen zu entwickeln, wird aber andererseits von Führungskräften aus Angst, die Kontrolle zu verlieren, abgelehnt.

Die bisherigen Führungsinstrumente verhindern Eigendynamik. Sie orientieren sich häufig an Hierarchien, Abteilungen und an Zeiten, in denen Mitarbeitermotivation und Erfolgsprämien das A und O der Führung waren. Die Strategieentwicklung für zukunftsorientierte Unternehmen muss dies berücksichtigen.

Meines Erachtens geht es zukünftig ausschließlich darum, mit Werten zu führen. Führung mit Sinnstiftung, Wertschätzung, Respekt, Vertrauen und Verlässlichkeit führen zum Erfolg und sorgen am Ende auch für Rentabilität. Wir brauchen mehr Mut und weniger Angst, mehr Risikobereitschaft und weniger Perfektionismus.

Was wirklich wichtig ist

Die Suche nach Antworten auf folgende Fragen hilft uns weiter:

  • Warum gibt es unser Unternehmen?
  • Welchen gesellschaftlichen Beitrag leistet unser Unternehmen?
  • Was ist der Zweck, der Sinn unseres Unternehmens?
  • In welchem Geschäft sind wir tätig?
  • Wie sieht die Zukunft unseres Unternehmens aus, wenn wir diesen Zweck dauerhaft erfüllen wollen?
  • Wie wird sich unser Unternehmen dann verändern?
  • Welche Kompetenzen benötigen wir zukünftig in der Unternehmensführung?

Diese Fragen können Sie als Unternehmerin und Unternehmer nicht mehr allein beantworten. Auch hier ist Vielfalt gefragt. Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner können einen Beitrag dazu leisten. Ebenso das Wissen Außenstehender und die Expertise von Fach- und Hochschulen.

Den Fachkräftemanagel gibt es nur in der Wachstumsökonomie

Aufgrund dieser Entwicklungen ist für mich der Fachkräftemangel ein Mythos. Wir erleben eine Zeit des grundlegenden Wandels. Die Wachstumsökonomie zeigt uns ihre Grenzen auf. Fachkräftemangel, Umweltverschmutzung, Ressourcenvernichtung, Zerstörung der Biodiversität, zunehmende Flüchtlingszahlen – all das hat aus meiner Sicht eine Ursache: Die fehlende Akzeptanz von Grenzen. Wir müssen Wachstum neu definieren, so dass wir nicht mehr über Mangel sprechen, sondern über Ressourcenvielfalt.

Dazu ist ein Perspektivwechsel in der Unternehmensführung wichtig. Für den Unternehmer sind fehlende Mitarbeiter ein Mangel. Der Mitarbeiter sieht in der gleichen Situation einen Überfluss. Der Investor ein Investitionsrisiko. Der Staat Steuereinbußen. Die Realität ist die gleiche. Jeder meint, sie mit seinen Mitteln bekämpfen zu müssen, um den Status zu erhalten.

Wer immer nur von Mangel spricht, glaubt irgendwann daran, richtet sich danach aus und verhindert den Wandel, der unausweichlich ist.
Franz-Josef König

Diese Sichtweisen verhindern jedoch die notwendigen Veränderungen.

Betrachten Sie Ihr Unternehmen doch einmal aus der Zukunft heraus. Was sehen Sie da? Sprechen Sie dann über einen Mangel? Welche Geschichten erzählen Sie über Ihr Unternehmen, wenn es um die Zukunft geht? Sind das Geschichten des Mangels? Oder sind das Visionen von erfolgreichen Mitarbeitern, einem Unternehmen, dass seine Kunden begeistert, gesellschaftliche Aufgaben erfüllt, Sinn stiftet und Solidarität mit anderen zeigt.

Lassen Sie mich zusammenfassen.

Ich weiß, dass ich Ihnen hier keine Antworten auf aktuelle Fragen gegeben habe. Ich möchte Sie einladen, innezuhalten, und mit Achtsamkeit auf Ihr Unternehmen zu schauen. Blicken sie nicht nur aus der Gegenwart, und erst recht nicht aus der Vergangenheit auf Ihr Unternehmen. Wagen Sie den Blick aus der Zukunft. Erzählen Sie Erfolgsgeschichten über Ihr Unternehmen, leben Sie ihre Werte, vertrauen Sie ihren Mitarbeiten. Halten Sie nicht an Gewohntem fest, stellen Sie es in Frage und gehen Sie den Wandel mit Mut und Engagement an. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

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POD007-Coach https://www.koenigsweg.de/pod007-coach/ Sat, 05 Jan 2019 16:09:38 +0000 podlove-2019-01-05t16:03:37+00:00-22e96e6a1669ae5 00:09:20 Franz-Josef König Coach, Supervisor, Trainer, Berater oder Therapeut - Was sind die Unterschiede? full Für den Laien ist es kaum möglich, zwischen diesen unterschiedlichen Methoden zu unterscheiden, wenn er einen guten Coach sucht. Wenn er vor der Wahl steht und sich entscheiden muss, fehlt ihm das Hintergrundwissen. Franz-Josef König erläutert in seinem Blogbeitrag, worin sich die Methoden unterscheiden. Sein Beispiel aus der Praxis hilft dabei, eine Entscheidung zu treffen.

Coach, Supervisor, Trainer, Berater oder Therapeut

Was sind die Unterschiede und wer hilft wann am besten?

Für den Laien ist es kaum möglich, zwischen diesen unterschiedlichen Methoden zu unterscheiden, wenn er einen guten Coach sucht. Wenn er vor der Wahl steht und sich entscheiden muss, fehlt ihm das Hintergrundwissen. Franz-Josef König erläutert in seinem Blogbeitrag, worin sich die Methoden unterscheiden. Sein Beispiel aus der Praxis hilft dabei, eine Entscheidung zu treffen.

Das Bedürfnis nach Begleitung und Unterstützung bei beruflichen und persönlichen Lebensfragen scheint ungebrochen. Nicht nur die Ratgeberliteratur erzeugt ständig neue Bestseller, auch der Beratermarkt wächst und differenziert sich immer weiter. Dabei stellt sich manch einem die Frage: „Was ist das Beste für mich?“ Die Recherche nach einem Coach im Internet ist meist keine große Hilfe. Wer selbst die Ursache für die ungeklärte eigene Situation nicht kennt, weiß nicht wonach er suchen soll. So verunsichert die unüberschaubare Zahl an Coaches, anstatt bei der Entscheidung zu helfen.

Orientierung bei der Entscheidungsfindung

Mit meinem Blogbeitrag möchte ich als Coach ein Stück zur Aufklärung beitragen und Orientierung bei der Entscheidungsfindung geben. Worin unterscheiden sich Coaching, Supervision, Training, Beratung und Therapie? Was hilft wann am besten? Worin liegen die Gemeinsamkeiten, worin die Wirkungen dieser Methoden?

Um die Unterschiede deutlich zu machen, wähle ich ein Fallbeispiel aus meinem Arbeitsumfeld. Ein junger Mann, nennen wie in Timo, steht vor der Aufgabe, einem wichtigen Zuhörerkreis seine Unternehmensstrategie zu präsentieren. Er befürchtet jedoch zu scheitern und sucht Hilfe bei der Vorbereitung. Wie kann ihm ein Coach, eine Supervision, ein Trainer, ein Berater oder eine Therapie helfen?

Ein Coach gibt Hilfe zur Selbsthilfe

In der Rolle des Coach kläre ich zunächst einmal seine Motivation und warum die Präsentation so wichtig für ihn ist. Gemeinsam beginnen wir die Vorbereitung, überarbeiten sein Konzept, klären Unsicherheiten und stellen das Ziel der Präsentation in den Mittelpunkt. Wir wechseln die Perspektive und versetzen uns in die Rolle der Zuhörer. „Welche Erwartungen haben sie und wie werden diese erfüllt?“ Ein Coach gibt Hilfe zur Selbsthilfe. Timo braucht Sicherheit. Sein Selbstbewusstsein wird gestärkt. Er verliert seine Angst, verbessert sein Auftreten und tritt selbstsicher und mit Überzeugung auf.

Supervision arbeitet Vergangenes auf

In der Supervision schauen wir zurück und konzentrieren uns auf Timos letzte Präsentationen. Woher kommt seine Angst vor dem Scheitern? Wann hat er ein Scheitern erlebt? Was würde er heute anders machen? Wir nehmen uns eine Präsentation vor, in der er gescheitert ist. Wir arbeiten sie Schritt für Schritt auf. So gehen wir der Ursache des Scheiterns auf den Grund.  Timo erkennt, worauf er zukünftig achten muss, um ein erneutes Scheitern zu verhindern. Im Gegensatz zum Coach orientiert sich die Supervision an dem, was passiert ist. Hier werden persönliche Erlebnisse aufgearbeitet, Fehlverhalten analysiert, um daraufhin andere Verhaltensweise zu praktizieren.

Drei Menschen im intensiven Gespräch

Franz-Josef König im Team-Coaching,

Training erweitert die Kompetenz

Beim Training wird ein Verhalten, eine Vorgehensweise oder eine Methode vermittelt oder verbessert. Im Gegensatz zur Supervision und zum Coach geht es dabei nur oberflächlich um individuelle Problemstellungen. Beim Training lernt Timo, wie er eine Präsentation fachgerecht vorbereitet, durchführt und nachbereitet. Präsentationstechniken werden ebenso vermittelt, wie rhetorische Elemente und die Dramaturgie einer erfolgreichen Präsentation. Timo kann seine Kenntnisse in PowerPoint erweitern und lernt von anderen, die an dem Training teilnehmen. In einem Rollenspiel kann er Neues ausprobieren und Feedback für seinen Vortrag erhalten.

Beratung zeichnet sich durch hohen Sachverstand aus

In der Beratung wird Rat gegeben. Berater zeichnen sich durch einen besonderen Sachverstand in dem Themenbereich aus, in dem sie beraten. Mehr als der Coach sind Berater daran interessiert, aktuelles, vollständiges und richtiges Fachwissen zu vermitteln. Timo hat wenig Einfluss auf das, was der Berater vermittelt. Er legt Timo dar, worauf es bei einer guten Präsentation ankommt. Möglicherweise bekommt er eine Checkliste, um sich gut vorzubereiten. Timo entscheidet, inwieweit er den Vorschlägen des Beraters folgt. Die Beratung ist abgeschlossen, wenn der Berater sein Konzept vermittelt hat und Timo keine Fragen mehr hat. Eine individuelle Unterstützung, wie beim Coach oder in der Supervision, findet nur sehr begrenzt statt.

Eine Therapie greift in die Persönlichkeit ein

Eine Therapie stellt meist einen tieferen Eingriff in die Persönlichkeit dar. Therapeuten müssen eine anerkannte Qualifizierung nachweisen, um tätig werden zu können. Für alle, die diese nicht haben, gilt es, die Grenze beim Coaching, der Supervision und der Beratung zur Therapie zu respektieren und sie nicht zu überschreiten. Für Timo kommt eine Therapie in Frage, wenn er generell Angst hat, vor Menschen zu sprechen und er das Gefühl hat, dass diese Angst zunimmt und sein Leben beeinträchtigt. Ein Therapeut wird mit Timo nicht wie z. B. der Coach an der Verbesserung seiner Präsentation arbeiten. Er wird den Ängsten auf den Grund gehen und klären, was deren Auslöser sind. Wenn die Auslöser gefunden worden sind, wird er mit Timo daran arbeiten, die Ängste zu entkräften. Dies wird Timo auch in Präsentationen helfen. Eine Therapie dauert länger als die anderen hier vorgestellten Methoden.

Was ist das Beste?

Auf diese Frage kann es keine pauschale Antwort geben. Es hängt von der Situation, den Vorstellungen und Erfahrungen des Klienten ab. Es kann auch sein, dass man mit einer Methode beginnt und dann wechselt, weil man merkt, dass man sonst nicht weiterkommt. Eine klare Trennung zwischen den einzelnen Methoden gibt es nicht. Ich wechsele als Coach gerne auch mal, wenn es die Situation verlangt, mache dies aber transparent. Dabei achte ich auf die Grenze zur Therapie.

Sollten Sie in einer Situation sein, in der Sie Unterstützung benötigen, lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl einer Person. Vertrauen spielt dabei eine große Rolle, ebenso wie die Kompetenz des Coaches. Lernen Sie den Menschen erst einmal kennen, bevor Sie mit ihm eine Zusammenarbeit beginnen.

Worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen geeigneten Coach suchen und warum Sympathie dabei er schädlich ist, erläutere ich in meinem nächsten Blog: „Woran erkenne ich einen guten Coach?“


Franz-Josef König ist Zukunftsgestalter für Menschen in Unternehmen. Er gilt als anerkannter systemischer Coach und hat viele Erfahrungen im Team-Coaching gesammelt. Bei seinem Coaching setzt er auch Klänge, Meditationen und Zeiten der Stille ein. Sein Büro befindet sich im Dreikönigenhaus in Koblenz.

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POD006-Führung https://www.koenigsweg.de/pod006-fuehrung/ Sat, 05 Jan 2019 15:30:16 +0000 podlove-2019-01-05t15:24:06+00:00-2c758b9f4491481 00:05:25 Franz-Josef König Der Wandel in der Wissensgesellschaft hat die Unternehmen erreicht. POD006-Die Führung von Unternehmen verändert sich. full Die Führung unserer Unternehmen verändert sich nachhaltig. Arbeit wird durch Individuen erledigt, die selbst denken und ihr Kapital im eigenen Kopf haben und damit auch das der Organisation, für die sie arbeiten. Wir brauchen Menschen, die mit Überraschungen und Veränderungen souverän umgehen können – und nicht klammern und sich bedroht fühlen. Wissen, was man weiß, das heißt auch, wissen wer man ist, was man kann und was man will. So wird man nicht zum Spielball.

Führung von Unternehmen verändert sich

Der Wandel in der Wissensgesellschaft hat die Unternehmen erreicht

Gute Mitarbeiter arbeiten selbstbestimmt

Die Führung unserer Unternehmen verändert sich nachhaltig. Arbeit wird durch Individuen erledigt, die selbst denken und ihr Kapital im eigenen Kopf haben und damit auch das der Organisation, für die sie arbeiten. Wir brauchen Menschen, die mit Überraschungen und Veränderungen souverän umgehen können – und nicht klammern und sich bedroht fühlen. Wissen, was man weiß, das heißt auch, wissen wer man ist, was man kann und was man will. So wird man nicht zum Spielball. Kompetente Mitarbeiter stellen ihre Arbeit immer wieder in Frage: “Mache ich den Job wirklich, weil ich das gern mache und gut kann? Ist das, was ich dafür bekomme und zwar nicht nur das Geld, die Sache wert?”

Es geht nicht darum, als Unternehmen etwas Besonderes zu bieten,
es geht darum, etwas Besonderes zu sein.
Franz-Josef König, Zukunftsgestalter

Gute Leute sind kritisch. Sie möchten Teil von etwas Besonderem sein. Mitarbeiter legen Wert auf Nachhaltigkeit und Sinn. Sie erwarten von Unternehmen die Einhaltung dessen, was sie in ihren Leitlinien versprechen. Ihnen ist klar, was sie können und sie tun nicht, was andere von ihnen erwarten. Sie fordern Feedback und wollen wissen, wo sie stehen. So  bestimmen sie die Unternehmenskultur mit und beeinflussen auch die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Zukunft gestalten.

Führung schafft Raum für Veränderung und Entwicklung

Das Verständnis für Komplexität und das vernetzte, ganzheitliche Denken sind in der Führung zukünftig unerlässlich. Führungskräfte entscheiden nicht mehr allein. Sie müssen ihren Mitarbeitern Fragen stellen wie: “Was wollen wir in unserem Unternehmen gemeinsam machen und erreichen?” Dies erfordert Räume zum Experimentieren und Ausprobieren neuer Ideen.

In der Organisation der Wissensgesellschaft geht es darum, wie man Kompetenzen zusammenführt. Die Leute gegeneinander ausspielen, um selbst an der Macht zu bleiben, wird schnell abgestraft. Entscheidend ist, Menschen wertzuschätzen und zu wissen, wie sie sich bei ihrer Arbeit fühlen. Sie brauchen Freiräume, um eigene Entscheidungen zu treffen. Führungskräfte müssen mehr den je einen guten Umgang mit ihren Emotionen pflegen. Das führt auch zu einem achtsamen Umgang mit sich selbst und anderen.

Kunden verstärken diese Transformation. Sie wollen zukünftig keine Produkte mehr, sie wollen Lösungen für ihre Probleme.

Ziele erreichen, statt Probleme lösen

Was können Sie tun, wenn Sie das Gefühl haben, dass ihr Unternehmen auf keinem guten Weg ist? Lassen Sie sich nicht nur durch Meinungen, Stimmungen und Empfindungen beeinflussen. Sammeln Sie auch Fakten, wie z. B. Krankheitsraten, Fluktuation, Fehltage, besuchte Seminare, Kundenreklamationen. Es gibt einige Kennzahlen, aus denen Sie ein Stimmungsbild ablesen können. Letztendlich hilft eine Mitarbeiterbefragung, die meist schonungslos offen legt, wo die Probleme sind. So habe ich es hautnah bei den Upstalsboom Hotels erlebt. Dort war die Befragung der Start in einen nachhaltigen Veränderungsprozess.

Fangen Sie nicht an, einzelne Probleme zu lösen. Entwickeln Sie ein Zukunftsbild von Ihrem Unternehmen. Es macht mehr Freude Ziele zu erreichen, als Probleme zu lösen. Dazu kann ein Workshop dienen, bei dem Sie Ihre Mitarbeiter mit in den Zukunftsprozess integrieren. Nehmen Sie aber nicht nur Impulse von Innen auf. Achten Sie auch auf das Umfeld, in dem Ihr Unternehmen wirkt. Was passiert in Ihrer Branche, auf den Märkten, in der Gesellschaft und hat Einfluss auf die Zukunft Ihres Unternehmens.

Ein solches Zukunftsbild wirkt wie ein Leitbild und gibt Orientierung. Das Erreichen dieses Zukunftsbildes funktioniert jedoch nicht mit den klassischen Managementmethoden. Ein wirksames Zukunftsbild erzeugt Resonanz und setzt Energie und Eigendynamik frei, die Sie auf jeden Fall für den Veränderungsprozess nutzen können.

Dieses Vorgehen bezeichne ich als den Königsweg. Vielfach bin ich ihn mit meinen Kunden gegangen, ganz und in Teilen. Wenn Sie mehr erfahren wollen, rufen Sie mich an.

Dieser Artikel erscheint auch in Xing unter dem Titel: Verpassen Führungkräfte den Wandel?

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POD005 – Die Macht der sozialen Medien https://www.koenigsweg.de/die-macht-der-sozialen-medien/ Fri, 06 Apr 2018 08:25:58 +0000 podlove-2018-04-06t08:18:28+00:00-f60b9eefdc57262 00:00:00 Franz-Josef König Wie können wir uns ihr entziehen? POD005 Die Macht der sozialen Medien full Die sozialen Medien gewinnen immer mehr Macht über uns und wir bekommen wenig davon mit. Der jüngste Facebook-Skandal macht dies sehr deutlich. In diesem Podcast erläutere ich die Hintergründe und verdeutliche, was wir tun könnnen. Vor ein paar Tagen habe ich mir den Spielfilm „Die Truman-Show“ mal wieder angeschaut. Truman wird in einer für ihn geschaffenen Welt von Millionen Menschen täglich beobachtet. Sein ganzes Leben, von Geburt an, findet auf einer Bühne statt, ohne dass er es weiß. Alles was er erlebt, wird inszeniert damit andere sich daran erfreuen. Der Erschaffer dieser Welt erwirbt damit viel Macht und ein Vermögen, weil er Produkte in den Aufzeichnungen über das Leben von Truman platziert und damit viel Geld verdient. Per Zufall entdeckt Truman als junger Mann, dass er in einer inszenierten Scheinwelt lebt und nicht als Mensch, sondern als Objekt einem anderen dient. Es gelingt ihm, den Spuk zu beenden und ein selbstbestimmtes Leben in der Realität zu beginnen.

Es geht nicht nur um Werbung, es geht um unsere Haltung

Der Film erschien vor 20 Jahren und stellt dar, was heute für uns Realität geworden ist. Je nachdem, wie stark wir unser Leben in der digitalen Welt präsentieren, wird uns von ihr eine Scheinwelt vorgegaukelt, die uns auf subtile Art manipulieren will und Macht über uns hat. Dabei geht es nicht nur um Werbung für bestimmte Produkte. Es geht vielmehr darum, unsere Haltung, unsere Gedanken und letztendlich unseren Charakter zu beeinflussen. Dahinter stecken wirtschaftliche Interessen und politisches Kalkül. Wer hätte vor einigen Monaten daran gedacht, dass die Wahl in Amerika und der Brexit möglicherweise mit der Unterstützung von Facebook gezielt beeinflusst worden sind und es jetzt Befürchtungen gibt, dass sich dies bei der nächsten Europawahl wiederholen wird.

Es gibt keinen Exit

Truman konnte die für ihn entwickelte Scheinwelt durch eine Tür verlassen. Diese Möglichkeit haben wir nicht. Das Internet ist zum festen Bestandteil unserer Lebenswelt geworden und wir hinterlassen dort Spuren und Informationen, ohne genau zu wissen wo und in welcher Form. Ein Exit aus dieser Macht ist nicht möglich. Wie verhalten wir uns also? Wie geht es Ihnen, wenn Sie darüber nachdenken, dass Facebook Ihre Daten, die Sie dort in den letzten Jahren veröffentlicht haben gezielt auswertet, daraus ein digitales Profil über Sie erstellt hat und dies nun an Unternehmen und Organisationen verkauft, die Sie gezielt durch manipulierte Informationen beeinflussen wollen?

Wir nehmen die Beeinflussung nicht mehr wahr

Es geht aber meines Erachtens nicht nur um das, was derzeit möglich ist. Unsere vielfältigen persönlichen Daten sind auf ewig im Datennetz gespeichert. Insbesondere die der jüngeren Generation, deren Leben sich, ähnlich wie bei Truman, von Geburt an zurückverfolgen lässt, lassen Rückschlüsse auf deren gesamtes weiteres Leben zu. Google, Facebook und viele andere wissen jetzt schon Dinge über sie, die sie selbst noch nicht einmal ahnen. Dank immer feiner abgestimmter Algorithmen, unermesslicher Speicherkapazitäten und immer leistungsfähiger Prozessoren sind mit Big Data Systeme entstanden, die deren Besitzern personifizierte Nachrichten in unermesslicher Zahl verbreiten lässt. So wird mit viel Macht gezielt Einfluss auf unser Verhalten genommen, ohne dass es uns bewusst wird. Wenn Versicherungen, Banken, Universitäten, Arbeitgeber und staatliche Institutionen einmal Zugriff auf dieses Datenmaterial bekommen, ist unsere Freiheit gefährdet und unsere Entfaltung zu einer individuellen Persönlichkeit in hohem Maße eingeschränkt.

“Bis zum heutigen Tage wissen wir nicht, welche Daten Cambridge Analytica hat.“
Sheryl Sandberg, für das operative Geschäft bei Facebook zuständige Top-Managerin

Doch, was können wir tun, um dies zu verhindern? Die Möglichkeiten jedes Einzelnen von uns sind eher gering. Hier ist zunächst einmal der Gesetzgeber gefragt. Er muss ein Regelwerk erlassen, das die Nutzung der Daten klärt und er muss die Einhaltung dieser Regeln überwachen. Mit der neuen Datenschutzgrundverordnung ist ein solches Regelwerk mittlerweile auf europäischer Ebene auf den Weg gebracht. Ob es ausreicht und den notwendigen Schutz bietet, wird sich zeigen.

Wir können etwas tun

Wir stehen diesen Systemen jedoch nicht ohne Macht gegenüber. Zunächst sollten wir klären, welche wir nutzen und warum wir das tun. Gibt es Alternativen? Warum nutzen Sie soziale Medien? Was versprechen Sie sich davon? Datensparsamkeit ist ein weiteres wichtiges Stichwort. Vermeiden Sie es, Ihr gesamtes Leben, inklusive Ihrer Emotionen und Einstellungen preiszugeben und vor allem – halten Sie sich zurück, wenn es um Ihre Kinder geht. Beschränken Sie sich z. B. auf eine Rolle, mit der Sie in den sozialen Medien unterwegs sind. Das kann ein Hobby sein, wie z. B. Weinliebhaber, Wanderfreund oder Mountain-Biker. Präsentieren Sie sich nur in dieser Rolle und sind Sie sparsam, wenn es darum geht, andere Informationen preiszugeben. Löschen Sie alte Informationen zumindest dort, wo Sie einen Zugriff haben. Legen Sie Pausenzeiten von 1 – 2 Wochen ein, in denen Sie wieder Abstand gewinnen und erleben, wie stark Ihre Abhängigkeit von der digitalen Welt ist.

Wir müssen alles tun, um auch im Netz Mensch zu bleiben

Ich halte es für unsere Zukunft als freie Menschen sehr wichtig, dass wir Gestalter unseres Lebens und dessen Umfeld bleiben und nicht in die totale Abhängigkeit von der digitalen Welt und deren Macht verfallen. Wir müssen verhindern, ähnlich wie Truman, zu Objekten in der digitalen Welt zu werden. Nur so bewahren wir unser Menschsein.

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P004 – Wandel https://www.koenigsweg.de/p004-wandel/ Thu, 08 Mar 2018 13:10:26 +0000 podlove-2018-03-08t12:38:45+00:00-085fc77e4c17997 00:00:00 Franz-Josef König full Unternehmen sind erfolgreicher, wenn sie nicht nur sich selbst nützen. In Zukunft werden die Unternehmer besonders erfolgreich sein, die Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern, Kunden, der Gesellschaft und Umwelt, übernehmen. Unternehmen verändern die Gesellschaft

Worauf es in Zeiten des Wandels ankommt und warum er eine große Chance bietet

 

Die Anforderungen an Führungskräfte und Teams in Unternehmen unterliegen ständigen Veränderungen. Als ich vor 30 Jahren mit der Begleitung von Menschen im Kontext von Unternehmen und Organisationen begonnen habe, ging es in erster Linie darum, das Erwerben von Kompetenzen, insbesondere im Management zu unterstützen. Arbeitsorganisation, Zieldefinition, Planung, Marketing, Controlling und das Zeitmanagement waren gefragte Themen. In den 90er Jahren schob sich das Thema „Führung“ immer mehr in den Vordergrund. Die zentrale Frage war: „Wie motiviere ich mich selbst und meine Mitarbeiter?“ Führungskräfte und Teams wurden von Coaches beim Erlangen von Führungskompetenz unterstützt, Führungskräftetrainings wurden in den Unternehmen zum Pflichtprogramm und Supervision wurde als Methode zur Bewältigung kritischer Situationen akzeptiert. All das fand unter dem Begriff „Leadership“ Einzug in die Führungsetagen. Aus der Nachhaltigkeitsdiskussion entwickelte sich zu Beginn des neuen Jahrtausends eine weitreichende Wertediskussion, die bis heute anhält. Ethik, Spiritualität, Wertschätzung und das Verständnis von Führung als Dienstleistung wurden in die Anforderungskataloge an Führungskräfte aufgenommen. Als Trainer, Coach, Berater, Supervisor oder Therapeut galt es, diese Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und seine Leistungen gegenüber Führungskräften entsprechend anzupassen.

Wandel bedeutet Verantwortung

„Was kommt als nächstes auf uns zu?“ Diese Frage beschäftigt nicht nur die Teams und die Manager, die Verantwortung für die Zukunft ihrer Unternehmen tragen, sondern auch diejenigen, die sie auf ihrem Weg begleiten und unterstützen. Eins können wir mit Sicherheit sagen: Die Bereitschaft zum Wandel und zur Veränderung war noch nie so gefordert, wie derzeit. Doch derjenige, von dem ein Wandel gefordert wird, möchte letztendlich auch wissen, wie er sich wandeln soll und welche neuen Anforderungen an ihn gestellt werden. Selbst wenn wir mittlerweile akzeptiert haben, dass nichts beständiger ist als der Wandel, wollen wir diesen gestalten und nicht von ihm gestaltet werden.

Meines Erachtens ergibt sich der Wandel aus der Anforderung, sich mehr und mehr dem Ganzen zuzuwenden und weniger, auf die eigenen Interessen und die Durchsetzung eigener Ideen zu pochen, die zwar zu einer meist kurzfristigen persönlichen Befriedigung führen, aber der Gemeinschaft oder der Umwelt häufig mehr schaden als nutzen. Wenn wir nicht nur in Unternehmen verstanden und verinnerlicht haben, dass unser persönliches Wohlergehen unmittelbar von dem Wohlergehen der Anderen und damit meine ich aller Lebewesen abhängig ist, ergeben sich daraus völlig neue Anforderungen an die Art und Weise wie wir leben, wie wir miteinander umgehen und natürlich auch, wie wir unsere Unternehmen und die Mitarbeiter führen.

Folgendes Beispiel verdeutlicht dies: Ein Vorgesetzter, der ausschließlich auf sein persönliches Wohlergehen aus ist, wird die guten Leistungen seines Teams immer als seine Erfolge darstellen. Er wird mehr an seine eigene Karriere als an die Zukunft seines Unternehmens denken. Aufgaben wird er sich so stellen, dass sie ihm bei der Durchsetzung seiner Interessen helfen und nicht nach deren Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens fragen. Mitarbeiter sind für ihn Kostenträger und Kunden sind dazu da, den Umsatz zu steigern. Loyalität, persönliche Beziehungen und Respekt spielen für ihn dabei keine Rolle. Seine Stellung in der Hierarchie im Unternehmen ist ihm wichtiger, als die Achtung, die ihm aufgrund seiner Persönlichkeit entgegengebracht wird.

 

Unternehmen sind Initiatoren des Wandels

Wenn wir uns persönlich in Richtung einer am Gemeinwohl interessierten Gesellschaft verändern, verändern wir auch unsere Unternehmen. Wenn sich die Unternehmen ändern, ändern sich auch die Menschen, die in und mit diesen Unternehmen arbeiten. Dann wird sich die Wirtschaft verändern und auch die Gesellschaft. Vielleicht bin ich zu optimistisch, wenn ich mir das Eintreten dieser Veränderungswelle wünsche und dennoch wird deutlich, dass es an jedem selbst liegt, den Wandel, den er sich wünscht, selbst zu initiieren.

Welche persönlichen Veränderungen sind also erforderlich, um sich mehr und mehr dem Ganzen zu widmen? Als erstes ist ein Bewusstseinswandel erforderlich. Ich darf mich nicht länger als ein von seiner Umwelt isoliertes Wesen sehen, das ausschließlich sein persönliches Leben optimieren will und dies meist noch auf Kosten anderer. Wandel in diesem Kontext bedeutet, sich als ein Teil eines großen Ganzen zu sehen, das durch das eigene Verhalten beeinflusst wird und von dem man meist unbewusst selbst beeinflusst wird. Wenn mir z. B. klargeworden ist, wie ich anderen mit meinem Konsumverhalten schade und dies nicht meinen ethischen Grundsätzen entspricht, kann ich mich verändern. Er reicht dann aber nicht aus, auf etwas zu verzichten, wie z. B. das spritfressende Auto oder den täglichen Fleischkonsum. Ich muss meine Einstellung und mein Verhalten ändern. Letztendlich bin ich gefordert, die Frage nach dem Sinn meines Lebens zu beantworten, der sicherlich weniger im umweltschädlichen persönlichen Konsum, sondern mehr in meinem Beitrag für das Wohlbefinden anderer liegt.

Was bedeutet dieser Wandel für Unternehmen? Meines Erachtens sind hier die Unternehmen am meisten gefragt, deren Existenz im Wesentlichen auf quantitativem Wachstum beruht und die sich keiner gesellschaftlichen Aufgabe verpflichtet sehen. Unternehmen dieser Art finden sich u. a. in der Finanzbranche, der Textilindustrie, der Nahrungsmittelbranche, der pharmazeutischen Industrie und der Autoindustrie. Viele dieser Unternehmen schädigen Mensch und Natur in erheblichem Ausmaß mit der Produktion ihrer Leistungen, ohne dass sie für die Beseitigung dieser Schäden verantwortlich gemacht werden. Bei den Produkten handelt es sich oft genug und Dinge, die wir zum Lebenserhalt nicht brauchen und zu deren Kauf unsere Überflussgesellschaft mit erheblichen Marketinganstrengungen manipuliert werden muss. Hier liegen meines Erachtens die größten Herausforderungen. Letztendlich geht es darum, Bewusstsein für die Notwendigkeit des Wandels zu schaffen und diesen nicht als Verzicht, sondern als Bereicherung zu sehen.

Die Bereitschaft zum Wandel erlangt man nicht im Hochseilgarten

Meinen Beitrag als zukunftsorientierter Begleiter von Unternehmen und Organisationen sehe ich darin, Menschen darin zu stärken, ihrer inneren Stimme zu folgen und sich weitestgehend von Fremdbestimmung zu befreien. Dabei bewerte ich nicht und beurteile auch nicht, was falsch oder richtig ist. Wichtig ist mir, aufzuzeigen, welche Folgen Entscheidungen haben, die Menschen in und für Unternehmen treffen. Ich kenne Menschen, die jahrelang für die Waffenindustrie gearbeitet haben. Ich kenne Anwälte, die in Unternehmen hunderte von Mitarbeitern entlassen haben. Ich kenne aber auch Menschen, die uneigennützig anderen helfen und sich mit einer Gemeinschaft in den Dienst von Umwelt und Natur stellen. Wer die Glücklicheren sind, muss wohl nicht erläutert werden. Wenn es uns in unserer Rolle als Coach, Berater, Trainer, Therapeut oder Supervisor gelingt, Menschen für die Folgen ihrer Entscheidungen zu sensibilisieren und sie mit ihren ethischen Grundsätzen abzugleichen, ist ein erster wichtiger Schritt getan. Dies geschieht jedoch nicht in Rollenspielen, Planspielen oder im Hochseilgarten. Dies geschieht in der täglichen Praxis, in der realen Situation. Natürlich können wir Laborsituationen herstellen, um etwas auszuprobieren oder zu lernen. Das sollte dann aber als ein erster Schritt in einem Prozess stattfinden, der anschließend in der Praxis weitergeht und fester Bestandteil der gesamten Übung ist.

Wenn von Führungskräften die ständige Bereitschaft zum Wandel gefordert wird, dann gilt dies für die Menschen, die sie begleiten ebenso. Ich bin davon überzeugt, dass wir näher zusammenrücken und sich die Grenzen zwischen Kunde und Begleiter verringern. Als Begleiter sind wir gefragt, zu allen Fragen Stellung nehmen zu können, auch wenn es um persönliche, gesundheitliche oder spirituelle Themen geht. Es geht darum, eine Haltung zu haben und diese zu vermitteln, sicherlich auch zur Orientierung, wenn nicht sogar als Vorbild. Ähnlich wie in der Medizin sitzt uns nicht ein Problem gegenüber, sondern ein Mensch, der eine Geschichte hat, einen Körper, einen Geist und eine Seele. Dies zu berücksichtigen wird zunehmend wichtiger. Die Reduzierung des Menschen auf sein Problem ist sicherlich der einfachere Weg, wirklich hilfreich und nachhaltig ist er nicht. Wenn wir hingegen wertschätzend und respektvoll unserem Gegenüber entgegentreten und den Menschen als Mensch, so wie er ist, wahrnehmen und akzeptieren, leisten wir als Begleiter einen wesentlichen und sinnstiftenden Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft.

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POD001 – Future Room https://www.koenigsweg.de/pod001-future-room/ Mon, 05 Mar 2018 14:49:27 +0000 podlove-2018-03-05t14:45:34+00:00-3d54698d33b23ad 00:03:37 Franz-Josef König Entdecken Sie die Zukunft Ihres Unternehmens full Ich stelle das Buch Future Room von Harry Gatterer vor und erläutere, für wen es besonders empfehlenswert ist. Entdecken Sie die Zukunft Ihres Unternehmens

Harry Gatterer stellt in seinem Buch Future-Room eine Methode für Unternehmen zur Entwicklung und Umsetzung eines Zukunftsbildes vor. Sein Anspruch ist, gesellschaftliche Trends mit unternehmerischen Entscheidungen zu verknüpfen. Zur Veranschaulichung stellt er vier fiktive Unternehmen vor, die seine Vorgehensweise anwenden und in Team-Besprechungen wichtige Fragen in Zusammenhang mit ihrer Zukunft beantworten.

Seine Methode beginnt damit, sich eine individuelle Zukunftsfrage zu stellen. Diese könnte zum Beispiel lauten: „Welche Chancen bietet uns die Digitalisierung für die Entwicklung unseres Unternehmens?“ Anschließend geht es darum zu klären, was das Unternehmen derzeit und in 5 – 10 Jahren am meisten beschäftigen wird und welche unerwarteten Ereignisse die Zukunft des Unternehmens beeinflussen könnten. In diesem Zusammenhang stellt der Autor auch einige Thesen aus den Bereichen, Mobilität, Urbanisierung, Networking, Digitalisierung, Achtsamkeit, Hygge, Individualisierung, Wir-Kultur, Gesundheit und Leadership vor und fordert seine Leser dazu auf, zu prüfen, welche dieser Thesen deren Geschäft beeinflussen.

Die inneren Filter eines Unternehmens prägen dessen Wahrnehmung und Zukunftsfähigkeit stärker als von außen stammende Informationen.
Harry Gatterer

Der eigentliche Kern des Future-Rooms besteht dann darin, unter den Begriffen Produkt, Verfahren & Technologie, Organisation, Markt, Wirtschaft, Gesellschaft und Mensch Aussagen in Bezug auf das eigene Unternehmen zu treffen und daraus ein Zukunftsbild zu entwickeln. Im Rahmen der Bewertung dieses Bildes werden Wechselwirkungen zwischen einzelnen Themen, unbewusste Fokussierungen, Vernachlässigungen sowie unbewusste Denkmuster deutlich, die die Entscheidungsfindung beeinflussen. Dabei gilt es darauf zu achten, ob die Bewertung emotional oder analytisch-rational geprägt ist. Aus all diesen Erkenntnissen gilt es dann am Schluss, konkrete Aktionen abzuleiten, um ins Handeln zu kommen.

Fazit:

Harry Gatterer macht es sich mit seinem Buch sehr einfach und hat mich nicht überzeugt. Dem Anspruch: Entdecken Sie die Zukunft Ihres Unternehmens, der im Untertitel formuliert wird, wird das Buch bei Weitem nicht gerecht. Ich habe ein paar interessante Impulse aus dem Buch mitgenommen, die den Preis jedoch in keinem Fall rechtfertigen. Die Qualität des Buches ist auch hinsichtlich seiner Herstellung zweifelhaft. Schon beim ersten Lesen löste sich die Bindung auf. Die beschriebene Methode ist sehr oberflächlich. Sie kann allenfalls einen Denkanstoß geben, wirklich ins Handeln kommt man damit jedoch nicht. Empfehlenswert ist dieses Buch für Coaches und Berater, die an der Methodenkompetenz anderer Coaches interessiert sind.

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POD002 – Führen nach dem Resonanz-Prinzip https://www.koenigsweg.de/pod002-fuehren-nach-dem-resonanz-prinzip/ Thu, 01 Mar 2018 14:44:32 +0000 podlove-2018-03-01t14:43:10+00:00-78050f78fe59c1f 00:06:34 Franz-Josef König full Das Resonanz-Prinzip ist eine andere Art, Menschen zu führen. Offenheit, Vertrauen, Achtsamkeit, Reflektionsfähigkeit und Empathie sind wichtige Grundlagen. Dann erleben wir im Gegenüber ungeahnte Fähigkeiten und entdecken Chancen für das eigene Wachstum. Resonanz heißt in der Akustik, dass zwei schwingungsfähige Körper miteinander in Beziehung treten (resonare = zurücktönen). Sie ist ein menschliches Grundbedürfnis und eine Grundfähigkeit. Wir können mit anderen Menschen resonant sein, mit Dingen, mit der Natur, der Kunst, der Religion. Resonanz kann auch bei der Arbeit entstehen, wenn ich z. B. an einem Konzept arbeite und sich dabei meine Einstellung zu einem Thema verändert. Da alles schwingt, können wir folglich auch mit allem in Resonanz treten. Resonanz bedeutet, berührt oder bewegt zu werden. Etwas hat mich erreicht. Sie bedeutet folglich nicht Konsonanz, Harmonie oder Gleichklang. Resonanz ist das zwischen der Dissonanz und der Konsonanz. Wenn wir uns z. B. alle einig sind über ein Erlebnis, ist das keine Resonanz. Sie tritt da ein, wo wir über etwas Streiten.

 

Resonanz führt zur Tranformation

Resonanz heißt also nicht Zustimmung, sondern eine Reaktion zeigen. Sie ist auch nicht die Stärkung dessen, was schon immer war. Sie beruht auf Veränderung dessen, was ist. Es geht darum, sich berühren zu lassen und darauf zu antworten, emotional, körperlich und gedanklich. Somit ist Resonanz nicht auf Wachstum, Verbesserung oder Steigerung ausgerichtet. Sie ist im Gegenteil die Grundlage für Achtsamkeit und Entschleunigung. Es geht darum, anders mit sich selbst und der Welt in Kontakt zu kommen. Es findet eine Transformation statt. Nach einer solchen Berührung bin ich ein anderer.

Resonanzbeziehungen können nicht systematisch hergestellt werden. Wir können nicht sicher sein, das Resonanz entsteht. Wir können sie nicht erzwingen. So kann es sein, dass mich ein lang geplanter Konzertbesuch mit besonderen Musikern weit weniger berührt, als eine zufällige Begegnung mit einem Straßenmusiker in einer Fußgängerzone.

Resonanz lässt sich nicht steigern, verbessern oder abspeichern. Selbst wenn ich einen Film von einem besonderen Erlebnis erstelle, kann er niemals die Wirkung des realen Erlebnisses festhalten. Die Wirkung von Resonanz lässt sich auch nicht vorhersagen. Wenn wir mit etwas oder jemanden in Resonanz treten, wissen wir nicht, was dabei herauskommt. Resonanz bedeutet, ich lass mich auf etwas ein und ich weiß nicht, was das Ergebnis sein wird.

 

In der Resonanz lassen wir uns auf Prozesse ein, deren Ausgang wir nicht kennen

Resonanz ist nur unter bestimmten Verhältnissen möglich. Wenn ich Resonanz erzeugen will, muss ich etwas zu sagen haben, was mein Gegenüber berührt, interessiert oder emotional anspricht. Das, was ich von mir gebe, muss eine Reaktion hervorrufen. Wir können auch nur in Resonanz treten, wenn wir uns öffnen und darauf einlassen, nicht zu wissen, was dabei herauskommt. Wir müssen uns auf Prozesse einlassen, bei denen wir nicht wissen, was das Ergebnis ist. Das birgt auch ein Verletzungsrisiko oder ein Scheitern.

Resonanz ist eine wichtige Voraussetzung für Innovationen. Wer sich ständig absichert, keine Fehler machen will und alles genau vorausplanen möchte, kann nicht in Resonanz treten und wird sich nicht verändern.

Das Resonanz-Prinzip widerspricht der Zielorientierung, Effizienz und Effektivität. Es ist eine Alternative zum ständigen Streben nach Wachstum und zur Nutzenorientierung.

In Zeiten der Beschleunigung und Selbstoptimierung bleibt die Resonanz jedoch auf der Strecke. Menschen, die in Angst sind, unter Stress geraten oder im Zeit- oder Wettbewerbsdruck sind, können sich nicht auf Resonanz einlassen. Sie werden zu ferngesteuerten Objekten ohne es zu merken.

Wenn wir z. B. mit den Klängen eines Gongs in Resonanz treten, sind wir offen, um uns von den Klangwellen berühren zu lassen, aber gleichzeitig geschlossen genug, um selber tönen zu können. Dann wirken sich die Klänge auf Hautwiderstand, Atmung, Körperspannung, Herzfrequenz und mehr aus. Die Schwingungen der Gongs bringen unseren Körper in Schwingung. Der gesamte Raum in dem wir und befinden wird zu einem Klangkörper, in dem wir mitschwingen. Durch die Schwingungen lösen sich Blockaden, körperlich, geistig und seelisch. Wir kommen in einen Zustand der Entspannung.

 

Resonanz setzt Absichtslosigkeit und Vertrauen voraus

Wenn wir mit Menschen in Resonanz treten wollen, bedeutet dies, dass wir uns zunächst einmal absichtslos vertrauen. In der persönlichen Begegnung und im Gespräch kann Resonanz entstehen. Das merken wir, wenn wir intensiv miteinander kommunizieren und am Ende ein Ergebnis herauskommt, das wir niemals hätten planen oder voraussagen können und alle Beteiligten eine Veränderung bei sich und beim anderen spüren.

Das Resonanz-Prinzip eignet sich meines Erachtens auch besonders bei der Führung von Menschen und Unternehmen. Offenheit, Vertrauen, Achtsamkeit, Reflektionsfähigkeit und Empathie sind wichtige Grundlagen. Dann erleben wir im Gegenüber ungeahnte Fähigkeiten und entdecken Chancen für das eigene Wachstum.

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POD003 – Datenschutz https://www.koenigsweg.de/pod003-datenschutz/ Mon, 26 Feb 2018 09:22:47 +0000 podlove-2018-02-26t09:21:15+00:00-9c49d0df94448eb 00:05:27 Franz-Josef König Was jetzt noch getan werden kann. full Wichtige Hinweise für alle, die bisher noch nichts in Sachen Datenschutz unternommen haben. Wichtige Hinweise für alle, die bisher noch nichts in Sachen Datenschutz unternommen haben.

Am 26.05.2018 ist es soweit. Dann sollten alle Unternehmen die Anforderungen der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die 2016 in Kraft getreten ist, umgesetzt haben. Doch dies scheint für einige ein unerreichbares Ziel zu sein. Insbesondere diejenigen, die erst jetzt beginnen, die Angelegenheit ernst zu nehmen, werden die Vorgabe nicht erfüllen – dafür reicht die Zeit nicht mehr. Besonders hart wird es jedoch die treffen, die der Meinung sind, den Datenschutz auch weiterhin ignorieren zu können. Sie müssen mit empfindlichen Bußgeldern rechnen, wenn sie ertappt werden.

Als Unternehmer sind Sie verpflichtet, ein Risikomanagement in Ihrem Unternehmen zu etablieren. Zudem verbessern Sie mit einem wirksamen Datenschutz die Bonität und das Rating Ihres Unternehmens. Wer kein Datenschutzmanagement betreibt, kommt somit seiner Verantwortung für die Unternehmenssicherung nicht nach. Abgesehen davon verletzt ein Mangel an Datenschutz die Würde der Menschen, die Ihrem Unternehmen ihre Daten anvertrauen. Deutlich wird, beim Datenschutz geht es nicht um die Erfüllung einer lästigen Pflicht, sondern um Ihre Verantwortung als Unternehmer für Sorgfalt in der Führung des Unternehmens. Doch was ist nun zu tun, wenn Sie wissentlich ab dem 26.05. eine Gesetzesvorlage nicht erfüllen?

Es herrscht weitgehend Übereinstimmung in der Meinung, dass ab diesem Stichtag die Aufsichtsbehörden nicht gleich alle Unternehmen prüfen und dann massenweise Bußgeldbescheide verschicken. Ernsthafte Probleme werden sicherlich diejenigen bekommen, deren Verstöße offensichtlich oder wettbewerbsverzerrend sind und die bis zu diesem Tag überhaupt nichts gemacht haben. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen zu dieser Gruppe gehören, sollten Sie die restliche Zeit nutzen.

Ich empfehle bis zum 26.05. folgende Maßnahmen erledigt zu haben:

  • Einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen und diesen ihrer Aufsichtsbehörde unaufgefordert mitzuteilen.
  • Ein Datenschutzmanagement-System entwickelt zu haben, aus dem hervorgeht, wie der Datenschutz in Ihrem Unternehmen sichergestellt wird.
  • Ressourcen (Budget und Zeit) in ausreichender Höhe verbindlich für den Datenschutz eingeplant zu haben.
  • Einen Aktionsplan Datenschutz zu entwickeln, aus dem hervorgeht, wie die weitere Vorgehensweise zur Einhaltung der DSGVO in Ihrem Unternehmen erreicht wird.
  • Ihre Website hinsichtlich der Einhaltung der Vorgaben des DSGVO zu prüfen, um den Abmahnern keine Angriffsfläche zu bieten.
  • Einen Termin mit Ihren Mitarbeitern/Führungskräften zur Sensibilisierung für das Thema geplant, besser bereits durchgeführt zu haben.

Wenn Sie diese Maßnahmen in dokumentierter Form vorliegen haben, können Sie damit zumindest darlegen, dass Sie das Thema ernst nehmen und sichern sich sicherlich auch gehen hohe Bußgeldzahlungen ab. Es ist also noch nicht zu spät. Fangen Sie an.

Franz-Josef König ist externer Datenschutzbeauftragter, Qualitätsmanager, Bonitäts- und Ratinganalyst und arbeitet als Zukunftsgestalter und Strategieentwickler für den Mittelstand.

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