FRANZ-JOSEF KÖNIG | STRATEGIEENTWICKLER | TELEFON: +49 (0)261 20439013 | MAIL: mail@koenig-strategie.de

Salongespräche in Koblenz: Die Rückkehr der Salonkultur

Salongespräche auf der Grundlage werteorientierter Unternehmensführung zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung

Ein besonderes Angebot  für Menschen, die in der Verantwortung für Unternehmen und Organisationen stehen

Ein Salon war im 18. und 19. Jhdt. vor allem ein Ort, der politisch und gesellschaftlich neutral war. Er ermöglichte Menschen unterschiedlichen finanziellen Standes, unterschiedlicher religiöser Abstammung, gesellschaftlichen Ranges, politischer Zuordnung und nationaler Abstammung einen Ort des Austausches und der Kommunikation.

Diesen Gedanken habe ich im Jahr 2008 wieder aufgenommen und den Unternehmersalon ins Leben gerufen. Seit dem hat es viele Salongespräche mit einer Vielzahl von Teilnehmenden gegeben. Roter Faden aller Gespräche war die Frage, wie wir eine an Werten orientierte Unternehmenskultur entwickeln, pflegen und für die Zukunft gestalten. Frauen und Männer, Junge und Alte, Selbständige und Angestellte, Einzelunternehmer und Geschäftsführer großer Unternehmer, Verantwortliche für Profit und Non-Profit Unternehmen haben sich ausgetauscht. Sie haben ihr Erfahrungen mitgeteilt, andere Perspektiven kennen gelernt und sie in ihre Organisationen getragen.

DAS NÄCHSTE THEMA IM SALON

Wie Corona die mittelständische Wirtschaft in unserer Region verändert

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Der Salon aus Koblenz ist ein Unternehmens-Netzwerk

In diesem Sinne fungiert der Salon als Netzwerk von Unternehmerinnen und Unternehmern. So trägt er seinen historischen Vorbildern und den Umständen einer sich im Wandel befindenden Zeit in mehrfacher Hinsicht Rechnung. Er verbindet Tradition mit Zukunft und vereint Bewährtes mit Neuem.

Salongespräch erfüllen den Wunsch nach Begegnung

Im Zeitalter der Globalisierung, in der elektronische Netzwerke und digitale Kommunikation die traditionellen Kommunikationsformen weitestgehen abgelöst haben, wird das persönliche Gespräch immer mehr geschätzt. Salongespräche erfüllen den zunehmenden Wunsch nach Begegnung im kleinen Kreise. Sie sind Diskussions- und Kommunikationsforen und schaffen Freiräume für zeitkritische Diskussionen in der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts.

Die Menschen suchen nach Tiefgang, echten Gesprächen und kontroversen Meinungen.
Franz-Josef König, Gastgeber im Unternehmersalon in Koblenz

Die Kultur der Salongespräche fördert auch die Persönlichkeitsentwicklung

Vertrauen und Schweigepflicht
Über persönliche und unternehmensinterne Informationen, die im Salon angesprochen werden, wird Stillschweigen bewahrt. Mit den Namen der Gäste wird nicht geworben, ihre Namen werden nicht an Dritte weiter gegeben. Den Teilnehmer*innen an den Salongesprächen ist es erlaubt, die erhaltenen Informationen zu verwenden. Sie werden gebeten, weder die Identität noch die Zugehörigkeit eines Teilnehmenden offen zu legen.
Redefreiheit und Verantwortung
Jede Meinung ist wichtig. Einschätzungen, Haltungen und persönliche Erfahrungen sind gefragt. Die Gäste im Salon nehmen aktiv an der Debatte teil, bringen ihre Meinung ein und vertreten ihren Standpunkt. Redner*innen achten auf eine verständliche Darstellung ihrer Meinung und können sich darauf verlassen, diese ohne Unterbrechung darlegen zu können. Jede/r übernimmt Verantwortung für das, was gesagt wird.
Respekt und Wertschätzung
Die Salongespräche sind von gegenseitigem Respekt und von Wertschätzung geprägt. Jeder und jede wird ernst genommen und auf seine Beiträge wird eingegangen. Auf Selbstdarstellungen und persönliche Profilierung wird verzichtet. Der Salon ist kein Laufsteg für Eitelkeiten, da geht es ums Kennenlernen und nicht ums Repräsentieren. Der Nutzen, den der oder die Einzelne mit seinen bzw. ihren Beiträgen für die Debatte bringt steht im Vordergrund.

ORGANISATORISCHES

  • Sofern kein anderer Betrag erwähnt ist, beträgt der Ticketpreis für ein Salongespräch 35,00 € inkl. Getränke und Imbiss.
  • Bei Absage durch Teilnehmende besteht kein Anspruch auf Rückerstattung.
  • Ein Salongespräch beginnt um 19:00 Uhr und endet gegen 21:00 Uhr.
  • Es wird ein einfacher Imbiss, Mineralwasser und Wein aus der Region gereicht. Nicht die Kulinarik, sondern das gute Gespräch steht im Vordergrund.
  • Die Gespräche werden von einem erfahrenen Moderator moderiert.
  • An den Gesprächen nehmen nicht mehr als 8 Gäste teil.
  • Salongespräche finden an besonders dafür geeigneten Orten im Großraum statt.
  • Die Einhaltung aktueller Hygienestandards wird sicher gestellt.

 

DIE PHILOSOPHIE DER SALONGESPRÄCHE

Kommunikation statt Information – Der Salon führt Menschen zusammen, die in ihrem Umfeld Verantwortung übernehmen. Durch den Dialog wird Wissen ausgetauscht, Standorte werden erkennbar gemacht. So entstehen produktive und persönliche Begegnungen unter Unternehmern.Kompetent und professionell – Der Salon erfüllt den Anspruch eines exklusiven Gesprächskreises für zukunftsorientierte, innovative Persönlichkeiten, die einen intellektuellen Austausch und offene Debatten schätzen.Der Mensch steht im Mittelpunkt – Im Vordergrund steht die individuelle Persönlichkeit des Unternehmers und der Unternehmerin, die gegenseitige Wertschätzung und der respektvolle Umgang miteinander. Veranstaltungen im Salon sind immer kleine, feine, insbesondere sehr persönliche Treffen.Praxis und Sachlichkeit – Konzentration auf das Wesentliche und das Machbare. Der Salon ist ein wirksames Instrument, um sachlich zu kommunizieren und um sich gezielt auszutauschen.Pflege und Förderung der Gesprächskultur – Im Salon wird eine offene und respektvolle Gesprächskultur gepflegt. Sie ermöglicht den Teilnehmenden in gegenseitiger Achtung miteinander zu kommunizieren.

DIE GESCHICHTE DER SALONS

Die Salonkultur weist eine 200 Jahre währende kulturelle Epoche in der Suche nach neuen Formen menschlicher Kommunikation und Nähe aus. Die französische Salonkultur des 17./18. Jahrhunderts prägte die anderen Salons in Europa und Russland und konnte als Pendant zur höfischen Kultur verstanden werden. Der Salon sollte gegen das höfische Leben ankämpfen, der Bourgeoisie einen „Ort des Hofes“ geben. Leistung vor Geburtsrecht, Anstand vor Geld. Die Entwicklung der Salons vollzog sich in drei Phasen. Über das anfangs süße Gefühl hinaus „en famille“ zu sein, zeigte die zweite Epoche das Vergnügen in seiner triumphalsten Form, während die dritte Epoche mit Blick auf die Zukunft lebte; abwartend, denn bekanntlich folgte die Französische Revolution nach. Die Salonkultur wie wir sie heute kennen, entwickelte sich daher erst nach der französischen Revolution zu ihrer Blüte. Der Niedergang des palästischen Lebens und des Hofes, der früher Schauplatz von Kunst und Kultur war, wurde durch den Salon in seiner neuen Form abgelöst. Salons waren Domänen der Frauen Der Salon als Domäne der Frau war zu einem Instrument geworden, gegen die Entrechtung der Frau anzukämpfen. Die private Sphäre war von jeher der Machtraum der Frau. Während Männer ihre Macht im öffentlichen Leben wahrnahmen, taten Frauen dies zurück gezogen im Heim. Die Rolle der Frau des 18. Jahrhundert war jene der Mutter und Ehefrau. Die Emanzipation der Frau begann durch den Salon. Der Salon gab den Frauen der elitären Gesellschaft die Möglichkeit, sich am öffentlichen Leben zu partizipieren, ja es sogar wesentlich zu beeinflussen, während die Männer dies öffentlich taten. Die Salonière hatte einen besonderen Status in der Gesellschaft Der Salon war ein Ort geworden, an dem die gebildete Frau ihre neue Machtdomäne aufbaute, Frauen des Adels hatten durch die Verfassung ihre feudalen Rechte eingebüßt und nun weniger Möglichkeit, sich am öffentlichen Leben zu beteiligen. Der Salon war somit Möglichkeit für die Salonière, sich innerhalb des patriarchalen Systems sichtbar zu bewegen und zu beeinflussen und die asymmetrische Achse der Macht zwischen Mann und Frau herauszufordern. Die meisten einflussreichen Salonières waren charismatische Frauen, Vorkämpferinnen für Rechte der Frauen und eine egalitäre Gesellschaft. Der Salon als feministische aber auch femininer Ort war geprägt durch die Kunst der Kommunikation, der gelegentlichen Intrige, der Mediation, des Brückenbauens, der Friedensschlichtung und vor allem war es ein Ort, der politisch und gesellschaftlich neutral war. Er ermöglichte Menschen unterschiedlichen finanziellen Standes, unterschiedlicher religiöser Abstammung, gesellschaftlichen Ranges, politischer Zuordnung und nationaler Abstammung einen Ort des Austausches und der Kommunikation.  Frauen konnten in diesem Rahmen ihre Rolle als Vermittlerin einnehmen, des „powerbroker“. Männer hatten Möglichkeiten, im öffentlichen Leben, diese Rollen einzunehmen, als politischer Vertreter, Impresario, etc. Der Salon war das einzige Terrain der Frau, auf dem sie diese Rollen ebenso einnehmen konnte. Der Salon galt auch als Universität für Frauen Eine weitere Intention des Salons war auch jene der Etablierung einer Universität für Frauen. Frauen gingen in ihrem Salon mit den Männern in geistigen Wettbewerb. Die Frau hatte gesetzlich verankerte Unterordnung, Heirat ohne Liebe, diminuierende Erziehung, gelernt. Der Salon gab ihr einen Ort der Autonomie, einen Ort, an dem sie selbstbestimmt entscheiden konnte. Dieser Aspekt kommt vor allem bei den Salonières gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu tragen, deren Hauptakteurinnen jüdische Frauen waren, die nicht nur für Ihre Rechte als Frauen eintraten, sondern auch für ihre Freiheit innerhalb der jüdischen religiösen Erziehung. Sie kämpften nicht nur für die Emanzipation als Frau, sondern auch für Ihre Emanzipation als Jüdische Frau.

Quelle: DER SALON – Verein zur Förderung eines europäischen gesellschaftwirtschafts- und kulturpolitischen Dialogs, Wien

 

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