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Managermüdigkeit
09
Okt

Managermüdigkeit – Wer will Hoteldirektor werden?

Wo kommt zukünftig der Hoteldirektor her?

Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland haben einer neuen Studie zufolge keine Lust auf Führungsverantwortung. Nur sieben Prozent der Mitarbeiter in Deutschland möchten in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine Führungsposition übernehmen, ergab eine Umfrage der Boston Consulting Group (BCG).

Die Anforderungen an Hoteldirektoren sind gestiegen

Ich denke, dass dies in der Hotellerie ähnlich ist. Die Anforderungen an einen Hoteldirektor nehmen zu. Arbeitsbelastung, Arbeitsdichte und der Umfang der Aufgaben, die ein Hoteldirektor heute übernehmen muss, sind enorm gewachsen. Sie haben mit dem, was er vor 10 Jahren gemacht hat, immer weniger zu tun. Das wirkt sicherlich abschreckend auf viele. Insbesondere für diejenigen, die einen großen Wert auf die Work-life-balance legen, kommt eine solche Aufgabe nicht in Frage. Hinzu kommt die immer geringer werdende Zahl an Auszubildende und Fachkräften, die das Potential für zukünftige Hoteldirektoren bilden. Wo sollen also die zukünftigen Hoteldirektoren herkommen?

Haben Branchenfremde als Hoteldirektor eine Chance?

Ich denke, sie kommen nicht mehr so häufig aus der Branche. Muss ein zukünftiger Hoteldirektor eine klassische Karriere in der Hotellerie nachweisen, um ein Hotel erfolgreich führen zu können? Sind langjährige Erfahrungen vielleicht sogar hinderlich? Oft erlebe ich Direktoren, die sich mit großer Hingabe der Operation widmen und das Wesentliche ihrer Führungsaufgabe nicht verstanden haben. Sie haben wenig Vertrauen in ihre Mitarbeiter und fühlen sich am Wohlsten, wenn sie am Küchenpass stehen und die Speisenausgabe kontrollieren. Auf diese Idee würde ein Branchenfremder niemals kommen.

Hotelfachschulen qualifzieren nicht mehr für das Hotelmanagement

Zudem halte ich die Möglichkeit, sich als Hoteldirektor zu qualifizieren ebenfalls für sehr bescheiden. Viele Hotelfachschulen, die sich mal als Kaderschmieden für die Branche verstanden haben, haben nicht erkannt, welche Qualifikationen ein Direktor in der Zukunft benötigt. Ihre Lehrpläne halten noch an dem alten Bild des Gastronomen und Gastgebers fest, der Verpflegung und Unterkunft organisieren sollte. Zum Beweis reicht ein Blick in den Lehrplan der Hotelfachschule in Heidelberg.

Was zeichnet die Hoteldirektor der Zukunft aus?

Was sind also die zukünftigen Anforderungen, die auf einen Direktor zukommen? Meines Erachtens muss er lernen, sich in der zunehmend komplexer werdenden Business-Welt zurecht zu finden. Er sollte in der Lage sein, für sein Hotel ein strategisches Zukunftsbild zu entwickeln, dass auf die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse seiner Zielgruppen ausgerichtet ist. Es muss mutig sein und Entscheidungen unter Unsicherheit treffen können. Er brauch einen persönlichen Kompass, der ihm Orientierung gibt und dafür sorgt, dass er auf Kurs bleibt, auch wenn der Gegenwind kräftiger wird. Er sollte eine Persönlichkeit mit einem menschfreundlichen Wertesystem sein, die sich ihren Respekt durch Engagement, Integrität und Professionalität erwirbt. Es sollte Führung als Dienstleistung verstehen und in der Lage sein, die besten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für sein Hotel zu gewinnen und ihnen ein Spielfeld für ihre weitere Entwicklung eröffnen.

Wie erwirbt man die notwendigen Kompetenzen?

Wie erwirbt man diese Kompetenzen? Einiges davon sollte man mitbringen. Einiges lehrt einem das Leben. Vorgesetzte und Vorbilder helfen weiter. Persönliche Reflektion, Austausch mit anderen und natürlich auch Input aus Weiterbildungsveranstaltungen. Der Hoteldirektor der Zunkunft ist Teil eines Netzwerks, an das er sich mit all seinen Fragen wenden kann und auch selbst Input gibt. Ein guter Coach ist ebenfalls unverzichtbar. Er hält einem immer wieder die Spiegel vor und kann unterstützen, wenn der Weg nicht mehr zu erkennen ist.
Es muss also gelingen, Menschen für die Führung eines Hotels zu begeistern, die in der Lage sind, Unternehmen nach vorne zu bringen und ein Team zu Höchstleistungen zu führen. Dazu muss man kein Koch oder Hotelfachmann sein. Somit liegt die Zukunft sicherlich darin neben den erfahrenen Profis, die Branche mehr und mehr auch Quereinsteigern zu öffnen und ihnen die Möglichkeit zu geben, eine andere Art, Hotels zu führen zu praktizieren.

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