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Wenn die Arbeit zur Enttäuschung wird

Enttäuschung im Job und was dann?
16
Feb

Wenn die Arbeit zur Enttäuschung wird

Was tun, wenn die Arbeit krank macht

5 Tipps, woran Sie den richtigen Arbeitgeber für sich erkennen können

Mitarbeiter wie Vorgesetze erleben es immer wieder. Ein neuer Mitarbeiter beginnt hochmotiviert und engagiert mit seiner Arbeit und nach einigen Monaten wird er zum Problemfall. Demotiviert, frustriert und mit zunehmenden Ausfällen setzt sich eine Spirale in Gang, die letztendlich im Burnout und der Kündigung endet. Woran liegt das, was sind die Ursachen und was kann man dagegen tun?

 

Mit Begeisterung begonnen…

Die junge Frau hatte ihre neue Arbeit vor einem knappen Jahr hochmotiviert und mit viel persönlichem Engagement begonnen. Die Aufgabe im Vertrieb sagte ihr zu, die Stimmung und die Zusammenarbeit im Team waren gut, das Gehalt passte und der Firmenwagen kam wie gerufen. Es ging um die Markteinführung eines neuen Produktes und sie war für eine deutsche Großstadt und deren Einzugsgebiet verantwortlich.

… und mit Burnout geendet.

Doch es dauerte nicht mal ein Jahr und ihr Arzt attestierte ihr Arbeitsunfähigkeit und empfahl einen Wechsel des Arbeitgebers. Starke Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit und körperliche Schwäche hatten sie an den Rand eines Burnouts gebracht. Der hohe Arbeitseinsatz, der Druck und die ständige Erreichbarkeit hatten ihren Tribut gefordert. Nicht eingehaltene Versprechungen und die ständig steigenden Anforderungen hinsichtlich der Vertriebszahlen hatten nach nur 6 Monaten dazu geführt, dass die anfänglich Freude über die neue Herausforderung dem Zweifel über den weiteren Verbleib in der Firma gewichen war.

Woher kommt der zunehmende Druck?

Ein Einzelfall denken Sie. Sicherlich nicht. Die steigende Komplexität, die wir erleben, verdichtet die Arbeit immer mehr. Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitsprozesse beschleunigt diese Entwicklung. Führungskräfte, die damit nicht umgehen können, geben den Druck weiter und am Ende stehen Mitarbeiter, die resignieren oder das Unternehmen verlassen. Insbesondere im Vertrieb steigt der Druck immer mehr, geht es doch darum, in gesättigten Märkten Umsatzzahlen zu steigern. Doch was ist die Lösung? Was kann man machen, wenn man davon betroffen ist?

Was tun bei drohendem Burnout?

Als Mitarbeiter sollten Sie sich zunächst eine kurze Auszeit von ein paar Tage nehmen. Sie brauchen Abstand, um kluge Entscheidungen zu treffen. Fragen Sie sich, warum Sie einmal von Ihrer Arbeit begeistert waren und was sich seit dem geändert hat. Welche der negativen Faktoren können Sie verändern? Müssen Sie wirklich immer erreichbar sein? Ist jedes Meeting wichtig für Sie? Arbeiten Sie wirklich an den Themen, für die Sie bezahlt werden? Was fällt Ihnen besonders schwer und was macht ihnen Freude? Klären Sie, was sich ändern muss, damit Sie wieder gerne zur Arbeit gehen. Entwickeln Sie eine positive Haltung zu Ihren Änderungswünschen. Sie haben ein Recht auf eine Arbeit, bei der Sie als Mensch wertgeschätzt werden.

Hohe Fehlzeiten, eine hohe Fluktuation und überdurchschnittlich viele Krankheitstage bei den Mitarbeitern sind ein klares Signal für einen Mangel in der Führung.
Franz-Josef König
Zukunftsgestalter für Menschen in Unternehmen

Ein klärendes Gespräch mit Vorgesetzten kann helfen

Führen Sie ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten und erklären Sie ihm Ihre Situation. Verdeutlichen Sie, was Ihnen wichtig ist und was Sie unbedingt ändern möchten. Seien Sie klar bei der Formulierung Ihrer Wünsche und kompromissbereit, wenn es um deren Erfüllung geht. Treffen Sie konkrete Vereinbarungen, zu den Ergebnissen und bestätigen Sie diese ggf. mit einer Mail. Sollten Sie jedoch den Eindruck gewinnen, dass sich nichts ändern wird oder dass Ihre Wünsche auf taube Ohren stoßen, ist ein Stellenwechsel unausweichlich.

Burnout bei Mitarbeitern verpflichtet zur Reflektion bei deren Vorgesetzten

Als Vorgesetzter sollten Sie Ihrem Mitarbeiter zunächst einmal zuhören. Fragen Sie nach und versetzen Sie sich in seine Situation. Was bedeutet Ihnen der Mitarbeiter? Können Sie seine Wünsche nachvollziehen? Welchen Eindruck macht er auf Sie? Welche Veränderungen haben Sie bei ihm in letzter Zeit festgestellt? Haben Sie Ihre Funktion als Vorgesetzter ihm gegenüber angemessen wahrgenommen? Sehen Sie in den Wünschen des Mitarbeiters nicht das Problem, sondern die Lösung für Probleme, die Sie möglicherweise bisher noch nicht wahrgenommen haben.

Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die ihre Arbeit mit Freude machen

Hören Sie sich seine Wünsche an und versprechen Sie, sich darum zu kümmern. Oft ist es hilfreich, ein zweites Gespräch zu vereinbaren, das Ihnen Zeit gibt zu überlegen, wie es zu dieser Situation gekommen ist und was Sie persönlich jetzt verändern können. Versprechen Sie dem Mitarbeiter nur das, was Sie auch wirklich einhalten können. Weitere Enttäuschungen wird er sicherlich nicht mehr akzeptieren. Denken Sie daran, wie wichtig zufriedene Mitarbeiter, die ihre Arbeit mit Freude machen für Ihr Unternehmen sind. Es ist Ihre Aufgabe als Vorgesetzter, sich darum zu kümmern.

Ein Wechsel innerhalb des Unternehmens kann eine Lösung sein

Stellen Sie jedoch fest, dass sich die Wünsche des Mitarbeiters auch nicht ansatzweise realisieren lassen, überlegen Sie, wie er zu diesen Forderungen gekommen ist. Hat er ein falsches Bild von seinem Arbeitsplatz. Kann er dort seine Stärken nicht einsetzen. Bevor Sie jetzt überlegen, sich von ihm zu trennen, prüfen Sie, ob es nicht eine andere Aufgabe gibt, die er in ihrem Unternehmen übernehmen kann.

Wie finde ich den richtigen Arbeitgeber für mich?

5 Tipps von dem Zukunftsgestalter und Coach Franz-Josef König aus Koblenz

Wertschätzender Umgang

Vergegenwärtigen Sie sich, wie mit Ihnen umgegangen worden ist – vom Erstkontakt mit zum Abschluss des Bewerbungsverfahrens. Begegnete man ihnen freundlich und wertschätzend? Hatten Sie das Gefühl, dass Sie respektiert wurden und man auf Sie eingegangen ist? Wie war die Reaktion auf Ihre Fragen?

Positive Atmosphäre

Besuchen Sie das Unternehmen, sofern dies möglich ist und lassen Sie es auf sich wirken. Was beobachten Sie? Wie ist der Umgang mit Kunden und mit Mitarbeitern? Wie werden die Leistungen angeboten? Nehmen die Mitarbeiter des Unternehmens die Kunden ernst und begegnen sie ihnen mit Wertschätzung. Können Sie sich vorstellen, dass Sie sich in dieser Atmosphäre wohl fühlen?

Freude bei der Arbeit

Vereinbaren Sie einen Infotag für sich in dem Unternehmen. Lassen Sie sich einen Tag Zeit, um zu prüfen, wie das Klima vor Ort ist. Wie sieht ihr zukünftiger Arbeitsplatz aus? Wie gehen die Menschen miteinander um und welchen Eindruck hinterlassen sie bei Ihnen? Wirken sie zufrieden und engagiert oder stellen Sie Druck und Hektik fest? Werden Pausen eingehalten? Wie geht man mit Ihnen an diesem Tag um? Werden Sie gut betreut oder ist man überrascht über Ihren Besuch?

Klären, was wirklich wichtig ist

Suchen Sie immer nach Alternativen. Sie sollen mehrere Angebote prüfen und abwägen. Das frühzeitige Festlegen, ohne die Möglichkeit aus Alternativen auswählen zu können, führt schnell zu Fehlentscheidungen. Vergleichen Sie alles Neue auch mit dem, was Sie jetzt haben. Erstellen Sie sich eine Aufstellung mit den Kriterien, die für Sie unverzichtbar, verhandelbar und wünschenswert sind. Vergleichen Sie die Angebote unter Berücksichtigung dieser Kriterien miteinander.

Entscheiden mit Verstand

Treffen Sie Ihre Entscheidung mit Verstand. Oft entscheiden wir uns rein emotional. Bei der Entscheidung sollten Sie natürlich auch auf Ihre „innere Stimme“ hören. Aber das allein reicht nicht aus. Prüfen Sie mit Ihrem Verstand und möglichst rational, ob die neue Aufgabe die richtige ist. Sprechen Sie mit Menschen, die Sie kennen und von denen Sie ein kritisches Urteil zu Ihrer Auswahl erwarten können.

 


Franz-Josef König ist Zukunftsgestalter für Menschen in Unternehmen mit Sitz in Koblenz. Er begleitet Menschen und Teams in kritischen Siutationen und Veränderungsprozessen. Als Coach kennt er sich mit Problemstellungen rund um das Thema Arbeit aus.

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